09. Mai 2011, 00:00 Uhr

Adrenalin pur und fliegende Sektkorken

Gelungene Premiere für Golßener Feuerwehrfrauen beim Amtsausscheid / Altgolßener heimsen Pokale ein

Golßen Spannende Wettkämpfe haben sich die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden im Amt Golßener Land beim 18. Amtsausscheid geliefert. In bester Form beim Löschangriff nass präsentierten sich auch in diesem Jahr die Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer der Wehr von Altgolßen. Sie errangen jeweils den ersten Platz.

Mit vollem Einsatz bestritten die Frauen der Golßener Wehr ihren ersten Wettkampf. Foto: bkh1
„Ich war vorher total aufgeregt. Doch nach dem Start habe ich nur noch Adrenalin pur in den Adern gespürt – einfach ein tolles Gefühl“, beschreibt Sandra Franz, wie sie ihren ersten Feuerwehrwettkampf erlebt hat. Sie gehört zur seit September 2010 bestehenden Frauengruppe Golßen, die am Samstag ihre Premiere beim Amtsausscheid erlebte.

Anstrengende Wochen liegen hinter den Frauen. Seit März absolvierten sie an vier Wochenenden ihre Truppmann-Ausbildung und begannen im April mit der intensiven Wettkampfvorbereitung. „Dazu kamen noch die Dienste an jedem zweiten Mittwoch. Wir waren mehr bei der Feuerwehr anzutreffen als zu Hause“, erzählt Birgit Sander.

Die Anstrengungen haben sich gelohnt. „50:06“ verkündet der Sprecher durchs Mikrofon. Die Frauen jubeln, ein Sektkorken fliegt durch die Luft. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis und danken den Männern in der Wehr, die mit uns in den letzten Wochen trainiert und uns immer wieder Mut gemacht haben“, sagt Birgit Sander. „Eine tolle Leistung fürs erste Mal“, schätzt Dieter Heinze, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes ein. „Wichtig ist vor allem, dass wir in Golßen jetzt wieder eine Frauengruppe haben“, ergänzt die Amtsdirektorin Ursula Schadow.

Darüber freuten sich auch die Frauen der Wehr aus Altgolßen. „Ein Wettstreit mit mehreren Mannschaften spornt schließlich an, auch die eigene Leistung zu verbessern“, erklärt Anita Lahfeld. Die guten Ergebnisse aller Mannschaften des Golßener Ortsteils seien vor allem auf die kontinuierliche Jugendarbeit zurückzuführen. Daraus sei eine jahrelange Gemeinschaft entstanden, was sich entsprechend positiv auswirke, begründet sie. Seit 1996 habe die Wehr in Altgolßen schon eine Frauenmannschaft, ein Jahr später sei die Jugendmannschaft dazu gekommen, ergänzt Gotthard Knöfel.

Am Amtsausscheid nahmen in diesem Jahr auch Gäste aus der polnischen Partnergemeinde Siedlec teil. Die Jugendwehr aus Chobinice trat in der Altersklasse II gegen die Jugendlichen aus Steinreich an und konnte sich gut behaupten. Die Männer aus dem Ort Kopanica belegten den achten Platz und landeten damit im Mittelfeld der insgesamt 13 angetretenen Männermannschaften. Der Wettkampf laufe in Polen etwas anders ab und auch die verwendete Technik sei anders. „Daher sind wir mit der Zeit durchaus zufrieden“, sagt Artur Haluszczak. Die polnische Wehr war zum zweiten Mal beim Amtsausscheid in Golßen zu Gast. Im Juni werde die Wehr aus Steinreich das Amt Golßener Land beim Feuerwehrwettkampf in der polnischen Partnergemeinde vertreten, so Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schulz.

Die Kameraden aus Kasel-Golzig beteiligten sich in diesem Jahr nicht am Amtsausscheid, weil der langjährige ehemalige Ortswehrführer, Manfred Roth, kürzlich tödlich verunglückt war. Mit einer Schweigeminute gedachten sie ihres Kameraden.
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Erstellt am: 09. Mai 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Mai 2011, 09:43 Uhr
Autor: Von Birgit Keilbach

Von Birgit Keilbach

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