„Waldkobolde“ sind putzmunter und gesund
Krankenstand ist in der Walddrehnaer Kneipp-Kita nach Angaben der Einrichtung deutlich gesunken
Walddrehna Die Walddrehnaer Kindertagesstätte „Waldkobolde“ hat im Jahr 2007 nach den Prinzipien der gesunden Lebensweise des Pfarrers Sebastian Kneipp zu arbeiten begonnen. Der Krankenstand unter den hier betreuten Kindern hat sich seitdem halbiert. Vor zwei Jahren erhielt die Einrichtung des DRK die Zertifizierung als anerkannte Kneipp-Kita.
„Kräuter, Bewegung, Ernährung und Wasser“ sind die vier prägenden Säulen der Lebensordnung in der Walddrehnaer Kita. Diese bauen auf dem ganzheitlichen Gesundheitskonzept des Pfarrers Sebastian Kneipp auf. Die Übernahme der Kita durch das DRK habe 2007 den Anstoß dazu gegeben, „dass wir uns zu einer Kneipp-Kita entwickeln“, blickt die Leiterin der Einrichtung, Carola Krautzig, auf die Anfänge. In der Partner-Kita des DRK in Großbeeren informierten sich die vier Walddrehnaer Erzieherinnen darüber, welche Anforderungen eine solche Spezialisierung stellt. Alle hätten sich zu Kneipp-Gesundheitserzieherinnen fortgebildet, so Carola Krautzig. Die Räume in den zwei Bereichen der Einrichtung für die 29 Kita-Kinder und die 30 Hortkinder sind entsprechend umgestaltet. 2012 soll noch ein Wasserspielplatz auf dem Außengelände entstehen. „Die Angebote sind eingeholt und der Fördermittelantrag wird demnächst gestellt“, informiert die Kita-Leiterin.
Große Wassertropfen weisen den Weg zum Waschraum, wo die Kinder Kneippsche Wasseranwendungen zweimal wöchentlich praktizieren. Armguss, Knieguss, Gesichtsguss, Wassertreten sowie je nach Jahreszeit auch Schnee- oder Tautreten zählen dazu.
Sie sind jedoch nur ein Teil der Lebensordnung mit harmonischem Tagesablauf in bewusstem Wechsel von Bewegung und Entspannung ergänzt um gesunde Ernährung, wie Carola Krautzig erläutert. So bereiten die Kinder seit April 2010 in der Küche mehrmals in der Woche ein gesundes Vollkornfrühstück mit frischem Obst und Gemüse selbst zu. Auf den selbst angelegten Kräuterbeeten ernten sie die Zutaten für Kräuterquark oder -butter. „In einer Elternumfrage hat der überwiegende Teil der Zubereitung des Frühstücks in der Kita zugestimmt“, sagt die Kita-Leiterin. Die konsequente Arbeit nach dem Kneipp-Konzept trägt Früchte. „2007 hatten wir noch einen Krankenstand von sieben Prozent unter den Kindern, im Jahr 2011 waren es noch 3,5 Prozent“, blickt Carola Krautzig in die Statistik.
„Das ist ein eindrucksvolles Ergebnis. Wenn die Kinder nicht so oft krank sind, hilft das auch den Eltern und Arbeitgebern, denn es entsteht weniger Arbeitsausfall“, konstatiert LDS-Sozialdezernent Carsten Saß während eines Informationsbesuches in der Kita. Zudem schauten sich Eltern bei der Auswahl schon genau an, was eine Einrichtung ihrem Kind biete. Beim Hort spiele es durchaus eine Rolle, ob das Kind dort seine Hausaufgaben während des Nachmittags erledigen könne. Das seien laut Saß die Erfahrungen aus dem Jugendamt.
In der Gemeinde Heideblick sei die Auswahl vielfältig, ergänzt der stellvertretende Bürgermeister Frank Deutschmann. „Jeder Träger verfolgt ein eigenes Konzept.“ Der ASB betreibe in Langengrassau eine Integrationskita und die zurzeit im Umbau befindliche Gehrener Einrichtung als musikbetonte Kita. Wer eine familienbetonte Kita suche, könne sein Kind in Falkenberg in die Obhut des Vereins „Regenbogen“ schicken, sagt Deutschmann.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 02:39 Uhr
Autor: Von Birgit Keilbach

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