Zwischen sozialistischer Lebensfreude und Perspektivlosigkeit
Reisefotograf Bruno Maul aus Immenstadt gastierte am Donnerstag in der KuFa mit einer Bild- und Tonreportage über Kuba
Hoyerswerda
Bruno Maul ist kein Mensch, der nur an der Oberfläche „kratzt“. Denn wenn der Fotograf verreist, will er hautnah Land und Leute kennenlernen und nicht von einer Touristenattraktion zur nächsten hasten.
Junge kubanische Musiker standen im Mittelpunkt der Reportage. Foto: B. Maul Foto: B. Maul
„Kuba hat so viel mehr zu bieten als nur das so genannte Kuba-Klischee und was man in den Katalogen der Reiseveranstalter findet.“ Mit einer Bild- und Tonreportage der etwas anderen Art entführte Bruno Maul am Donnerstagabend in der Kulturfabrik zahlreiche Besucher in seine ganz besonderen Erlebnisse, die er gemeinsam mit Tontechniker Martin Treppesch in dem karibischen Inselstaat erfuhr. 2005 begann die Reise. Unbequem. Statt moderner Verkehrsmittel nutzten die beiden Reisenden Fahrräder, Bus und Bahn. Denn nur so konnten sie das wahre Kuba, in dem nicht nur eitel Sonnenschein herrscht, kennenlernen. „Das Land ist wunderschön. Kubaner sind herzliche Menschen voller Leidenschaft.“Revolutionäre und FreidenkerDoch Bruno Maul und Martin Treppesch suchten vor allem Antworten auf die Fragen: Wie funktioniert das Leben zwischen treuen Revolutionsanhängern und nach Freiheit dürstenden Freidenkern, wie lebt die Jugend im sozialistischen Kuba und welche
Wünsche und Hoffnungen sind damit verbunden. Und wo ließe sich das besser herausfinden, als bei Künstlern und Musikern? Gesagt, getan. In Hinterhöfen, auf der Straße, in kleinen engen Kellerräumen ohne Fenster, die für bis zu fünf Personen als Wohnung dienten, fanden Bruno Maul und Martin Treppesch die Antworten.Die gesammelten Eindrücke des Fotografen in Form von Bildern und Ausführungen sprechen eine ganz eigene Sprache, die vor allem eins offenbart: Erschütterung und Faszination zugleich. Ein Spagat zwischen Armut und Reichtum, viel Herzlichkeit und dem Fazit, dass es Kubaner durchaus verstehen, aus dem Wenigen, was sie haben, viel zu machen.„Besonders interessant waren die vielen musikalischen Stilrichtungen, mit denen sich die Jugend befasst. Angefangen bei Hip Hop, Salsa, Heavy Metal bis hin zu Reggae war alles vertreten“, erklärte Bruno Maul. Auf ihrer Suche nach jungen Künstlern und Musikern stießen Bruno Maul und Martin Treppesch also auf verschiedenste Stilrichtungen. no
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Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 01:37 Uhr
Autor: no
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