22. November 2011, 00:00 Uhr

Zeitplan für Knappensee-Sanierung

Für die ersten Abschnitte kann 2013 mit den Arbeiten begonnen werden

Knappensee Eberhard Schmiemann ist optimistisch. „Wenn alles geklärt werden kann, sollte dem Umzug im nächsten Jahr nichts im Weg stehen“, erklärt der zweite Vorsitzende des Wassersportvereins „Blaues Wunder“.

Die Bojen der Kanu-Regattastrecke des Knappensees werden von 2013 bis 2018 wohl im Dreiweiberner See liegen.Foto: Uwe Schulz Foto: Uwe Schulz
Wegen der geplanten bergtechnischen Sanierung am Knappensee will der WSV aus Groß Särchen nämlich in ein Zwischenquartier ausweichen – eine Art Containerstadt samt Bootshaus am Lohsaer Ufer des Dreiweiberner Sees. „Insgesamt eignet sich das Gelände für unsere Bedürfnisse“, so Schmiemann nach einer Besichtigung des Areals. Nur ist der Umzug tatsächlich schon im nächsten Jahr nötig? Lohsas Bürgermeister Udo Witschas jedenfalls hatte jüngst im Gemeinderat arge Zweifel am Zeitplan. „Das ist ein ganz schön sportliches Ziel“, sagte er über den vorgesehenen Beginn der Arbeiten im Jahr 2013. Doch nun stellt das verantwortliche Oberbergamt klar: Es bleibt bei diesem Ziel. „Für die ersten Abschnitte sind die Planungen so weit fortgeschritten, dass 2013 mit der Sanierung begonnen werden kann“, sagt der verantwortliche Abteilungsleiter Martin Herrmann.

Die Eckpfeiler stehen demnach. Die Sanierung des Knappensees soll nach Herrmanns Auskunft in sechs Abschnitte unterteilt werden. Und wie angekündigt, brauche man für die Arbeiten fünf Jahre. „Auch die erneute Prüfung von Straffungsmöglichkeiten gemeinsam mit den beteiligten Ingenieurbüros hat zu keinem anderen Ergebnis geführt“, so der Abteilungsleiter. Die Sache ist nur die, dass die Finanzierung noch nicht unter Dach und Fach ist. Zwar soll das neue Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung für den Zeitraum 2013 bis 2017 grundsätzlich Regelungen zu Finanzierungsfragen im Zusammenhang mit der Abwehr von Gefahren durch den Grundwasserwiederanstieg enthalten. Aber noch verhandeln Bund und Länder. „Sofern sich Zweifel von Bürgermeister Witschas auf den noch nicht erfolgten Abschluss des Verwaltungsabkommens beziehen, wäre dies für mich nachvollziebar“, sagt Uwe Steinhuber vom Bergbausanierer LMBV.

Dennoch ist die LMBV bereits mit jenen Anrainern in Kontakt, die von den Arbeiten betroffen sein werden, so der Unternehmenssprecher: „Mit den Vereinen sind bereits Gespräche aufgenommen worden. In einigen Fällen sind diese auch schon zielführend vorangekommen.“ Und so sagt Eberhard Schmiemann vom WSV, bis Ende des Monats wolle man gemeinsam mit der LMBV ein Konzept zu den Details des Umzugs fertig haben. Für den Verein steht aber fest, dass der Dreiweiberner See nur temporäre Heimstatt werden wird. Anders als die drei Segelvereine vom Knappensee-Nordstrand in Maukendorf, die permanent an den Partwitzer See ziehen wollen, sieht der WSV seine Zukunft am Knappensee. „Das Gelände dort gehört uns, wir haben es gekauft, sind Eigentümer des Objektes in Groß Särchen und die Bedingungen dort sind gut“, so Eberhard Schmiemann. Ziele seien die weitere Sanierung des WSV-Gebäudes und die Austragung weiterer regionaler und internationaler Meisterschaften. Laut aktuellem Zeitplan wäre das wohl ab 2018 möglich.

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Erstellt am: 22. November 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 22. November 2011, 09:49 Uhr
Autor: Von Mirko Kolodziejund Werner Müller

Von Mirko Kolodziejund Werner Müller

Jüngste Kommentare (1)

Knappenseesperrung 5 Jahre ?!

von cccpe

Bisher hat noch niemand konkret gesagt ,was wann wo warum gemacht wird.
Nachgerechnet bleiben zum Sanieren am Seeufer Kippen von ca. 1500m Länge .
LMBV veröffentlicht in 08/2009 einen Urlauber_Werbeprospekt für den Knappensee. Gefahren gibt es darin nicht.
Am 20.05.2010 verkündet der gleiche LMBV, daß der Knappensee die unsicherste Gegend in Ostsachsen ist und über 5 Jahre saniert werden muß. Ein harscher Wandel ohne Grundlage.
Die Uferlänge des Sees beträgt etwa 8,5 km. Unter Berücksichtigung aller seit 1945 getätigten Maßnahmen verbleibt ein Kippengelände im Nordost-Uferbereich , Abstand vom Ufer 50m bis 100m. Das Geländeprofil bis zum Seegrund ist so gering im Gefälle das die vom LMBV massiv propagierte Rutschungsgefahr äußerst fragwürdig ist.
Gründe für die Kkippensanierung. Oft genannt Grundwasser steigt.
Die Kippen liegen oben auf dem gewachsenen , da kommt kein Grundwasser hin .

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