Im Geierswalder Hafen sollen mittelfristig drei Steganlagen mit insgesamt 60 Liegeplätzen geschaffen werden. Das planen die Wassersportler des 1. Wassersportvereins Lausitzer Seenland. Foto: Torsten Richter/trt1 Foto: Torsten Richter/trt1

Bislang haben die Mitglieder des 1. WSV ihre Boote, Wohnwagen und technisches Zubehör in einer Räumlichkeit in Bergen untergebracht. Jetzt zum Saisonstart leert sich die Halle, da die Gegenstände zum Vereinsgelände am Geierswalder See transportiert werden. Sehr wahrscheinlich erfolgt dieser rund zehn Kilometer lange Transport in diesem Frühjahr zum letzten Mal. Denn die Miete für die bisherige Unterkunft soll zum 1. September um 300 Prozent ansteigen. Zahle der Verein derzeit rund 2000 Euro im Jahr, seien es dann rund 9000 Euro.

Abmontieren und neu aufbauen

Um diesem enormen Kostensprung zu entgehen, beabsichtigen die Mitglieder eine Abstellhalle auf ihrem Vereinsgelände direkt an der Südböschung des Geierswalder Sees zu errichten, kündigt der Vorsitzende Armin Höhle an. Diese brauche allerdings nicht neu gebaut zu werden. Die Wassersportler hätten nämlich ein Auge auf die im Bergener Gewerbegebiet dem dortigen Quadcenter gehörende grüne Halle geworfen. Es habe bereits Gespräche mit dem Eigentümer gegeben und dieser sei bereit zu verkaufen. Den genauen Betrag will Höhle nicht nennen. Es soll sich um eine mittlere fünfstellige Summe handeln.

Das Umsetzen der 15 mal 30 Meter großen und 6,5 Meter hohen Halle sei technisch kein Problem. WSV-Mitglied Uwe Rehm, Inhaber der gleichnamigen Personalagentur, hat angekündigt, mit seinen Arbeitern Hand anzulegen. "Ich denke, wir brauchen drei Lastzüge", kalkuliert Rehm grob. Die Halle müsse vor dem Abtransport komplett zerlegt und am neuen Standort wieder aufgebaut werden.

Geht es nach Vereinschef Höhle, wäre dieses Prozedere bereits im Herbst erledigt. "Wir müssen jetzt genügend Vereinsmitglieder finden, die sich dort für die nächsten zehn Jahre einmieten. Dann steht die Finanzierung." Nach Angaben von Vorstandsmitglied Klaus Wiegmann könnte die Stahlkonstruktion auch für Veranstaltungen genutzt werden: "Das würde einen super Brückenschlag ins Dorf bedeuten."

Neues Vereinsheim

Darüber hinaus planen die Geierswalder Wassersportler den Bau ihres neuen Vereinsheims unmittelbar neben der Halle an der Südböschung des früheren Tagebaus Koschen. Das Gelände gehöre derzeit dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS). Der 1. WSV plane einen Kauf. Durch ein von Klaus Wiegmann ausgeklügeltes Finanzierungssystem der einzelnen Vereinsmitglieder sowie durch Fördermittel des Freistaates Sachsen könnte der Bau verwirklicht werden.

Außerdem wollen die Wassersportler insgesamt drei Steganlagen im Geierswalder Hafen errichten. Das bislang bestehende große Pendant gehört dem Zweckverband LSS, der Verein habe es gemietet. Diese Anlage biete 50 Liegeplätze. Mittelfristig sollen 60 weitere Liegeplätze in Form von drei Steganlagen hinzukommen. Die erste liege bereits fertig vormontiert an Land und soll im Mai ins Wasser befördert werden. Bis zum Herbst könnte die zweite folgen.