06. März 2010, 00:00 Uhr

Sozial-Staatssekretärin Fischer verteidigt Jugend-Sparkurs

Lauta Sachsens Sozial-Staatssekretärin Andrea Fischer (CDU) hat die Finanzkürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit, gegen die am Montag auch in Hoyerswerda demonstriert worden ist, verteidigt. Bei einer Lautech-Konferenz gestern in Lauta sagte sie, zum einen stünden 25 Millionen Euro weniger zur Verfügung.

Zum anderen werde manches Geld wenig zielgerichtet eingesetzt: „Die reparierenden Ansätze in der Jugendarbeit sind zum Teil gescheitert.“

Deshalb wolle das Land verstärkt auf präventive Angebote setzen. „In einem Bild gesprochen heißt das: Kein Geld mehr für Häkelkurse für Mädchen im ländlichen Raum, dafür aber an Brennpunkten einen Streetworker mehr“, sagte Fischer dieser Zeitung. Auch bei der Familienbildung müsse es Einschnitte geben: „Man kann gewisse bildungsferne Schichten einfach nicht mehr erreichen.“

Der überbordende Sozialstaat bezahle derzeit Dinge, die keinen gesellschaftlichen Wert hätten. Landrat Michael Harig (CDU) ergänzte, dass wohlverstandene Sozialstaatlichkeit dazu geführt habe, dass Eigenverantwortung beiseitegeschoben worden sei. Nun, da der Staat nicht mehr alles leisten könne, gebe es Probleme, so der Landrat. no

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Erstellt am: 06. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. März 2010, 01:33 Uhr
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