28. April 2011, 00:00 Uhr

Seenland-Kanal: Betrieb unterm Wasserspiegel

Unterwasserbetonsohle in Arbeit / B 96 zwischen Senftenberg und Hoyerswerda bekommt bis zum Sommer alten Verlauf

Senftenberg. Satte neun Meter unterhalb des Wasserspiegels des Geierswalder Sees entsteht derzeit die Bodenplatte für die Schleuse des schiffbaren Kanals zum Senftenberger See. Der Vorhafen, die Wartezone für Fahrgastschiffe und Boote, ist schon zu erkennen.

Projektleiter Sieghard Balzer ist mit dem Baufortschritt zufrieden. Der Vorhafen der Schleuse nimmt Gestalt an. Für den dahinter liegenden Schiffstunnel, über den die Schwarze Elster geführt wird, steht die Bauabnahme an. Foto: Steffen Rasche Foto: Steffen Rasche
Im riesigen Spundwandkasten, der die neue Baustelle unmittelbar vor der Schwarzen Elster umschließt, herrscht rege Betriebsamkeit. Eine Arbeitsbühne mit Bohrgerät wird in Position gebracht. Die Unterwasserbetonsohle des Unterhaupts der Schleuse in Richtung des tiefer gelegenen Senftenberger Sees soll errichtet werden. Und der Zeitplan ist eng. Die Pumpen, die den Baugrund trocken halten, sollen nach den Betonierarbeiten im Sommer abgeschaltet werden. Dann wird der Heimatfluss über den bereits fertig gestellten Tunnel umgeleitet. Denn das Oberhaupt der Schleuse zum Geierswalder See, die im nächsten Jahr fertig sein soll, passt nur in das derzeitige Elsterbett. Sieghard Balzer, Projektleiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), zeigt sich nach den witterungsbedingten Rückschlägen im Herbst und im Winter wegen enormer Niederschlagsmengen optimistisch. Die Großbaustelle brummt.

Der Schiffstunnel, der die Bundesstraße 96 nach Hoyerswerda wieder aufnehmen soll, ist ebenso wie die „Röhre“ für Radfahrer schon fast vollständig vom Erdreich umgeben. Der Straßenunterbau wird errichtet. Trinkwasser- und Abwasserleitungen, die Gasanschlüsse und die Telefonkabel werden jetzt verlegt. Die Ver- und Entsorgungsmedien werden teilweise in Rohren platziert, um bei späterem Reparaturbedarf die neue Straße nicht wieder aufreißen zu müssen. In etwa drei Wochen startet der Aufbau der Fahrbahn, kündigt Sieghard Balzer an. Vor der Ferienhauptsaison soll die Bundesstraße zwischen Senftenberg und Hoyerswerda wieder in ihrem alten Verlauf befahrbar sein, erklärt er.

In den beiden Schiffstunneln, die die Bundesstraße und die Schwarze Elster tragen, wird nunmehr auch das Wasserbett ausgeschottert. Danach können die Kanalanschlüsse hergestellt werden.
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Erstellt am: 28. April 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 28. April 2011, 02:31 Uhr
Autor: Von Kathleen Weser

Von Kathleen Weser

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