Hoyerswerda. Was hat Hoyerswerda mit solchen Städten wie Bielefeld oder München zu tun? Alle drei finden sich in einer neuen Broschüre der Bertelsmann-Stiftung wieder, in der an zwölf Beispielen gezeigt wird, wie deutsche Kommunen mit dem demographischen Wandel umgehen, von dem sie ganz unterschiedlich betroffen sind.
26.11.2004
Das Spektrum der Veröffentlichung «Demographie konkret – Handlungsansätze für die kommunale Praxis» reicht «von der wachsenden Großstadt München bis zur stark schrumpfenden Kleinstadt Hoyerswerda» , wie es im Vorwort heißt. Unterteilt werden diese in drei Kategorien: Wachsende Kommunen (München, Stuttgart, Eching sowie der Landkreis Osnabrück), stagnierende Kommunen (Bielefeld, Arnsberg, Dresden und Solingen) sowie schrumpfende Kommunen (Braunschweig, Frankfurt an der Oder, Schwalm-Eder-West und Hoyerswerda). Und im Vergleich mache die Zuse-Stadt keine schlechte Figur, freut sich Baubürgermeister Stefan Skora: «Während den westlichen Kommunen bescheinigt wird, kaum einen gesamtstrategischen Ansatz vorweisen zu können, wird das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) der Stadt Hoyerswerda als äußerst präzise und realitätsnah eingeschätzt» , teilt Skora in einer Pressemitteilung mit. Der Umgang der Stadt mit dem Stadtumbau sei deshalb, «bei aller internen Diskussion, als beispielhaft bewertet worden und in das Projekt der Bertelsmann-Stiftung fest integriert» . Unter dem Titel «Hoyerswerda – Stadtumbau von außen nach innen» wird in einem fünfseitigen Beitrag zunächst die bekannte Problemlage der Stadt dargestellt – Strukturwandel, Bevölkerungsverlust, Überalterung – und dann auf die gewählte Umgehensweise damit eingegangen. Dabei fehlt ein intensiver Blick auf Altstadt, Neustadt und die Ortsteile ebenso wenig wie der Hinweis auf das Projekt «Jugend hat Visionen» oder die Kosten und Finanzierung des Stadtumbaus. Im Bild werden unter anderem die Stadtvillen in der Liselotte-Herrmann-Straße und der Fließhof in der Altstadt gezeigt. Zu beziehen ist die Broschüre über die Bertelsmann-Stiftung. Ansprechpartner für die Aktion Demographischer Wandel ist dort Matthias Ritter (Telefonnummer: 0 52 41/8 18 11 94; Mailadresse: Matthias.Ritter@bertelsmann.de). Ein ausführlicher Beitrag über die Zuse-Stadt findet sich auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure, den «VDI nachrichten» . Unter dem Titel «Hoyerswerda: Die Retortenstadt schrumpft» wird hier ein Schwerpunkt auf die technische Seite des Stadtumbaus gelegt. Ausführlich wird dabei unter anderem auf die Schwierigkeiten beim Rückbau des Versorgungsleitungen eingegangen. Von Tim Albert
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