Ein Gesundheitszentrum und neue Arbeitsplätze sollen entstehen
Lauta
Sage und schreibe 2,5 Millionen Euro möchte der Unternehmer Eric Schär gern in Lauta investieren. Das Projekt des Betreibers einer Praxis für Physiotherapie am sogenannten Südpförtner in Lauta wurde eher zufällig im Januar öffentlich bekannt, bei einem Besuch von Eric Schär im Stadtrat.
Das ist ein Modell des Gesundheitszentrums, das der Unternehmer Eric Schär gern an der Krankenhausstraße in Lauta errichten möchte. Er rechnet mit einer Investition von 2,5 Millionen Euro. Modell: Planungsgruppe ABV GmbH
Eric Schärs Vorhaben: Er möchte ein Gesundheitszentrum errichten. Gegenüber der RUNDSCHAU erzählte der Unternehmer, der seit zehn Jahren in Lauta seine Praxis betreibt, wie es zu diesem Projekt kam und was er im Detail vorhat.
Ausgangspunkt sei die Tatsache, dass er für die Physiotherapie am jetzigen Standort nicht mehr ausreichend Platz hat. „Die Räume sind viel zu klein.“ Unter anderem auch für den bestehenden Rehasportverein Lauta, der diese nutzt und inzwischen schon 130 Mitglieder zählt. Es könnten noch mehr sein. „Wir haben so gute Übungsleiter. Und die Leute sind auch begeistert. Es können aber nicht alle mitmachen, weil zu wenig Platz ist.“
Der Unternehmer schaute sich nach einem neuen Standort für die Physiotherapie um. Fündig wurde Eric Schär gleich in der Nachbarschaft an der Krankenhausstraße. Das im Besitz der Stadt Lauta befindliche Gelände des ehemaligen Kinderwochenheims sei bestens geeignet, sowohl von der Größe her als auch von der Lage direkt an zwei Straßen. Mehr als 50 Prozent der Patienten seiner Praxis kommen von außerhalb.
Bereicherung für die Stadt
Sein Neubauvorhaben umfasst einiges mehr als seine Physiotherapie. Arztpraxis, Apotheke, Tagespflegestätte für Senioren und Turnhalle gehören dazu. „Wir wollen auch eine Kinderbetreuung anbieten.“ Wellness und Sauna verstehen sich von selbst. Und ein Psychologe wird im Gesundheitszentrum ebenfalls zu finden sein, sobald es fertig ist. Eric Schär verweist auf Vorverträge mit einigen Interessenten.
Zusammen mit einer öffentlich zugänglichen Minigolfanlage und dem gastronomischen Angebote solle dieses Gesundheitszentrum „eine Bereicherung für Lauta sein und die Stadt attraktiver machen“.
Große Erwartungen setzt Eric Schär auch in die Zusammenarbeit mit der Hochschule Lausitz (HL). Angedacht ist eine Kooperation mit den Bachelor-Studenten in den Bereichen Physiotherapie und Medizintechnik. Die Projekt-Studie wurde bereits von der Planungsgruppe ABV GmbH erarbeitet, einem Aninstitut der Hochschule.
„Ende April könnte die endgültige Planung fertig sein“, umreißt Eric Schär die mögliche Zeitschiene bei der Realisierung. Für die Baugenehmigung rechnet er mit drei Monaten. Losgehen würde es mit dem Abriss des vorhandenen Gebäudebestandes. Rohbaubeginn könnte Ende dieses Jahres sein, die Inbetriebnahme des Gesundheitszentrums im Frühjahr 2011 erfolgen. „Die Finanzierung für den Neubau steht“, erklärt der Unternehmer, der auch von mindestens 15 entstehenden Arbeitsplätzen sprich.
Alternativ-Standort gesucht
Voraussetzung, um zum Zuge zu kommen, ist ein Alternativstandort für den DRK-Ortsverein, den derzeitigen Hauptnutzer des Kinderwochenheims. Hier ist die Stadt mit dem DRK im Gespräch, wie Bürgermeister Hellfried Ruhland (Freie Wähler) bereits im Januar gegenüber der RUNDSCHAU erklärt hatte. Für den Zeitraum März/April kündigte er eine verbindliche Aussage an.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 15:36 Uhr
Autor: Von Ralf Grunert
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