13. März 2010, 00:00 Uhr

Louis ist hundertpro ein Sager

Das RUNDSCHAU-Baby der Woche kam dreizehn Tage früher zur Welt

Hoch schlagen die Wellen der Begeisterung bei den Familien Prusakowsky und Sager seit Louis Pierre am Montag, 8. März, 7.03 Uhr, in der Frauenklinik entbunden wurde.

Familienglück pur: Die Eltern Carina Prusakowsky und Pierre Sager mit ihren Sprösslingen Loreen und Louis Pierre. Foto: hek Foto: hek
Völlig aus dem Häuschen sind vor allem die frisch gebackenen Eltern und ihre Loreen. Ramona und Olaf Sager sind erstmals Großeltern geworden, für Manuela und Roberto Prusakowsky ist das Bübchen das zweite Enkelkind. Louis Uromi Christa Wirth setzt noch eins drauf und ist sich sicher, dass der kleine Mann hundertpro ein Sager sei. Mit einem Gewicht von 2888 Gramm und einer Größe von 47 Zentimetern erblickte das Baby dreizehn Tage früher als geplant das Licht der Welt. Ganz vernarrt in ihr reizendes Brüderchen ist die neunjährige Loreen, die gleich zu Wochenbeginn ihre Mutti und das Geschwisterchen in der Klinik besuchte. Zwei hübsch gestaltete Glückwunschkarten waren ein erstes Mitbringsel. Aufgeregt erzählt das Mädchen, dass es sich ein Brüderchen gewünscht habe und zu Hause noch ein Geschenk von ihr, ein Plüschhase auf Louis warte.

Die 27-jährige Schwesternhelferin aus Hoyerswerda erzählt, dass Louis Pierre ein Wunschkind sei. Seit Juni 2009 wussten Carina Prusakowsky und Pierre Sager, dass sie Elternfreuden entgegensehen und ihr Baby zum Frühlingsanfang, am 20. März 2010, zur Welt kommen werde. „Ich wünschte mir ein Mädchen und mein Schatz natürlich einen Jungen“, berichtet die Wöchnerin und gibt ihrem Lebensgefährten vor lauter Verliebtheit einen Kuss. Ohne Scheu spricht sie darüber, dass sie bereits 1996 während ihrer gemeinsamen Schulzeit ein Auge auf Pierre Sager geworfen habe. Doch nach Abschluss der Mittelschule habe sie ihn lange Zeit nicht mehr gesehen. Erst im Dezember 2005 bei einer Diskoveranstaltung traf sie ihren ehemaligen Schulfreund, der inzwischen in der Schweiz arbeitete, wieder. „Ich habe ihn angesprochen und wir haben uns das erste Mal geküsst“, gesteht die Mama. Kontakt hielten die Beiden fortan per SMS, Handy und Wochenendtreffen. Genau weiß sie noch, dass sie ihrem Liebsten am 24. Juni 2006 die Frage aller Fragen gestellt habe und wissen wollte, „sind wir nun ein Paar?“ Pierre Sager schmunzelt und staunt, dass sich seine Verlobte dieses Datum gemerkt habe. „Einen Monat später, im Juli bin ich aus der Schweiz zurückgekehrt“, fügt er an. Weihnachten 2007 hat sich dann das Paar verlobt. Nein, einen romantischen Heiratsantrag habe er seiner Liebsten noch nicht gemacht. Er sei jedoch geplant, versichert er kategorisch.

Die Wöchnerin erzählt, dass es lange Zeit nicht feststand, ob das Paar einen Sohn oder eine Tochter bekomme. Den Vornamen für ein Bübchen hatten die werdenden Eltern schon lange parat. „Im Garten in gemütlicher Runde fiel mir spontan Louis ein. Mein Schatz war von diesem Namen sofort begeistert“, verrät die Schwesternhelferin und kommt auf ihre Niederkunft zu sprechen. Natürlich hatten die Eltern in spe, da es keine Anzeichen dafür gab, nicht damit gerechnet, dass schon am Montag, 8. März, ihr Baby zur Welt kommen würde. Gegen 1.30 Uhr habe sie erste Wehen gespürt, sagt Carina Prusakowsky. Als die Wehen regelmäßiger und intensiver auftraten, meldete sich das Paar gegen zwei Uhr auf der Geburtenstation. Ihre Tochter wussten die werdenden Eltern in guter Obhut von Loreens Opa, Roberto Prusakowsky. Doch bald wäre das Paar wieder nach Hause geschickt worden. Aber dann hieß es plötzlich, Louis sei unterwegs. Weil Pierre Sagers Mutti unbedingt bei der Geburt ihres ersten Enkels dabei sein wollte, rief ihr Sohn sie gegen 6.30 Uhr an. Gerade noch rechtzeitig genug, denn schon 33 Minuten später, um 7.03 Uhr hielt das Paar sein Söhnchen in den Armen. „Keiner wusste die genaue Geburtszeit. Nur ich habe in dem Moment auf die Uhr geschaut“, erzählt euphorisch der 31-jährige Maler. Er sei sprachlos vor Freude, sehr berührt und stolz in diesem Augenblick gewesen, gesteht der junge Vater. „Und ich habe vor Glück geweint. Louis ist mein schönstes Frauentagsgeschenk“, sagt die Wöchnerin.

Pierre Sager, ein begeisterter Basketballspieler, schaut in die Zukunft und sieht seinen Sohn schon in seine sportlichen Fußstapfen treten. Die junge Mutter indes möchte für ein Jahr zu Hause bleiben, um dann wieder in ihrem Job zu arbeiten.

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Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 01:35 Uhr
Autor: Von Heidi Kinastowski

Von Heidi Kinastowski

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