Kettenreaktion löst Erdrutsch im Tagebau Spreetal aus
Freiberg
Eine Kettenreaktion, ausgelöst durch das zufällige Zusammentreffen ungewöhnlicher Umstände hat den großflächigen Erdrutsch im ehemaligen Tagebau Spreetal im Oktober ausgelöst. Das ergebe sich aus dem Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen teilten das Sächsische Oberbergamt und die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) am Dienstagvormittag in Freiberg mit.
Die versunkenen Lkw im ehemaligen Tagebau Spreetal bei Hoyerswerda Foto: ADAC-Luftrettungs GmbH
Nach bisherigen Prüfungen hat sich durch Erdabkippung auf einer durch Dauerregen durchnässten Senke Boden verflüssigt. Diese Absackung hat den umgebenden Kippenboden so beeinflusst, dass großflächige Erdmassen in Richtung Bergener See rutschten. Die bisherige Sanierungsstrategie der LMBV werde durch das Untersuchungsergebnis nicht in Frage gestellt, sagte LMBV-Geschäftsführer Mahmut Kuyumcu. Alle gefährdeten Kippen in Brandenburg und Sachsen würden jedoch nun einer umfassenden neuen Bewertung unterzogen. Bis Ende März soll entschieden sein, wo eventuell Nacharbeiten zur Sicherung nötig sind. Die Zukunft des Lausitzer Seenlandes sei nicht gefährdet, so der LMBV-Chef.
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