Kamenzer Gewerbemesse: <br> Aussteller-Resonanz noch verhalten
Kamenzer Gewerbemesse:
Aussteller-Resonanz noch verhalten Foto: Archivfoto: Uwe Menschner
Bewusst sei der Termin in diesem Jahr früher gewählt worden, erklärt Messe-Chefin Christel Postrach. Die Organisatoren haben einen größeren zeitlichen Abstand zur Lausitzer Ausstellung für das regionale Handwerk in Hoyerswerda favorisiert. Die kleinen und mittelständischen Firmen der gewerblichen Wirtschaft und der Dienstleistungsbranchen können sich am letzten April-Wochenende auf der traditionellen Messe in der Kreisstadt präsentieren.
Der bewährte Name bleibt doch erhalten. Für die Bezeichnung „Eventa“, die vom Marketing-Lehrstuhl der TU Dresden vorgeschlagen wurde, mochten sich die Organisatoren doch nicht entscheiden. „Der Vorschlag ist nicht auf die erhoffte Resonanz gestoßen“, begründet Matthias Bosch von der Mittelstandsorganisation der CDU (MIT) diese Entscheidung. Allerdings sei man nach wie vor auf der Suche nach einem griffigeren Namen für die Veranstaltung, betont er.
Andere Anregungen der Dresdener Marketingfachleute wurden jedoch aufgegriffen. So soll das Messegelände in diesem Jahr erstmals in „Themenbereiche“ aufgeteilt werden. Leitmotive wie „Haus und Wohnen“ oder „Technik und Kommunikation“ wird es geben. „Wir haben bewusst keine Trennung nach Branchen vorgenommen, weil wir nicht wollten, dass sechs Klempner nebeneinander stehen“, erläutert Matthias Bosch. Vielmehr könne sich jeder Aussteller unabhängig von seiner Branche den Themenschwerpunkt wählen, der ihm am ehesten zusagt. „Viele wollen jedoch den Standplatz behalten, den sie schon immer hatten“, benennt Christel Postrach ein organisatorisches Problem. Denn: ,,So kann die Abgrenzung nicht bis zur letzten Konsequenz durchgesetzt werden.“
Der Außenbereich ist wesentlich begehrter als Standplätze in der Messehalle, für die die Anmeldungen eher schleppend eingehen, weiß Christel Postrach.
Neu ist auch, dass es einen VIP-Raum geben wird, in dem sich die Aussteller fernab des großen Messetrubels mit Geschäftspartnern und Kunden treffen können. Für das kulturelle Rahmenprogramm soll verstärkt auf heimische Künstler, wie den Hoyerswerdaer Fanfarenzug, gesetzt werden.
„In der nächsten Kreistagssitzung am 5. Februar wird es eine umfassende Antwort auf die Fragen, die der SPD-Kreisrat Gerhard Lemm im November zur Kamenzer Gewerbemesse gestellt hat, geben“, kündigt Bürgermeister Arnold Bock an. Er sei sicher, dass sich die erhobenen Verdächtigungen zu einer verdeckten Parteienfinanzierung über die MIT zu Gunsten der CDU in nichts auflösen werde.
  • Messe-Anmeldungen sind per Internet möglich: www. kamenzer-gewerbemesse.de