06. Februar 2012, 00:00 Uhr

Holz bleibt ein begehrter Rohstoff

Forstbetriebsgemeinschaften für Waldbesitzer im Kreis Bautzen empfohlen

Bautzen Die Energiegewinnung aus dem Rohstoff Holz gewinnt im Landkreis Bautzen an Bedeutung. Dies hat das Kreisforstamt Bautzen im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Agrarstammtische, initiiert vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, deutlich gemacht.

Kreisforstamtsleiter Christoph Schurr: „Beobachtet man die aktuellen Preise auf dem Holzmarkt, wird man feststellen, dass inzwischen alle Holzsortimente, vom langen Stammholz bis zu den Holzhackschnitzeln mit guten Erlösen verkaufbar sind. Die Bewirtschaftung des Waldes lohnt sich, auch zur Gewinnung von Energieholz.“

Ein großes Problem für die effektive Waldbewirtschaftung stellen die Besitzgrößen dar: klein und ungünstig in der Form. Eine Lösung bietet die Zusammenarbeit von Waldbesitzern in Forstbetriebsgemeinschaften. Hier können Forstpflanzen und Zaunmaterial für die Waldverjüngung gemeinsam beschafft oder ein Forstunternehmer für die Holzernte auf allen Mitgliedsflächen beauftragt werden. Das spare Kosten und verbessere die Chancen am Markt. Das Kreisforstamt erläuterte weiterhin die Möglichkeiten des Energieholzanbaus auf Agrarflächen in sogenannten Kurzumtriebsplantagen. Hier werden schnell wachsende Baumarten (Pappel, Weide oder Erle) auf Flächen angebaut, die für eine ackerbauliche Nutzung ungünstig sind. Dabei handelt es sich um versumpfte Böden, kleine, abgelegene Splitterflächen oder Areale mit starker Hanglage.

Diese Energieholzplantagen bieten große ökologische Vorteile: Wegen der langen Standzeit von etwa 20 Jahren können sich Tier- und Pflanzenarten besser ansiedeln als bei einjährigen Ackerfrüchten, auch der Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz ist deutlich geringer. Die Schnellwuchsplantagen liefern alle drei bis fünf Jahre erhebliche Holzmengen, so die Kreisverwaltung.

Die Preise für Holzhackschnitzel, Scheitholz und Pellets sind über viele Jahre stetig angestiegen. Zudem wird die Installation moderner Holzheizungen, aber auch die Einspeisung von Strom aus ökologischer Energiegewinnung gefördert, letzteres durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Somit sei zu erwarten, dass auch in Zukunft das Anlegen und die Nutzung von Agrarholzplantagen für Landwirte ein lohnendes Geschäftsfeld sein wird.





 

Zum Thema:
Das Kreisforstamt ist Partner im Agrar-Forst Netzwerk. In diesem Verbundprojekt sollen Wertschöpfungsketten entstehen, bei denen sich die verschiedenen Akteure der Gewinnung und Verwertung von Energieholz im Landkreis Bautzen vernetzen können. Ziel dieses Vorhabens unter der Leitung der Technischen Universität Dresden ist es, die Produktion und Nutzung von Holz zur Wärme -und Stromgewinnung zu verstärken und zu unterstützen. Unter der Internetadresse www.energieholz-potal.de sind ausführliche Informationen zu diesem Thema erhältlich. Für Fragen steht außerdem Herr Schöne vom Kreisforstamt Bautzen zur Verfügung 03578 7871 68129.
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 08:45 Uhr
Autor: pm/rw

pm/rw

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