13. März 2010, 00:00 Uhr

Formaldehydwerk ist stillgelegt

Nach der Insolvenz der Sustec lohnt sich für Fabrik-Eigner die Produktion nicht mehr

Spreewitz Gut drei Jahre nach der Übernahme vom holländischen Vorbesitzer hat der Dynea-Konzern sein Formaldehydwerk im Industriegebiet Schwarze Pumpe stillgelegt.

Zwölf Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit.

Einige werden nach Angaben einer Dynea-Sprecherin künftig im Mutterwerk in Erkner bei Berlin arbeiten.

Kündiung für Ende März Den anderen wurde laut Spreetals Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) zum Ende des Monats gekündigt. Es gebe aber durchaus Chancen, dass einige von ihnen bei der im Industriegebiet im Aufbau befindlichen Biomethanolfabrik der DeBioM unterkommen können.

Die Produktion von Formaldehyd war zum Ende des vergangenen Jahres eingestellt worden. Offenbar hatte das Ende der Methanol-Produktion im benachbarten Sustec-Verwertungszentrum (SVZ), das inzwischen in die Insolvenz gegangen ist, dazu geführt, dass das Formaldehydwerk in Schwarze Pumpe das zur Produktion nötige Methanol teurer von anderen Lieferanten beziehen musste.

Zukunft unklar

Dem Vernehmen nach verteuerte das aber die Produktion erheblich. Über die Zukunft der gut zehn Jahre alten Fabrik-Anlagen ist bisher wohl noch nicht endgültig entschieden, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Möglich scheinen unter anderem sowohl ein Abtransport nach Erkner als auch ein Verkauf an die Firma DeBioM.

16 000 Tonnen Gas im Jahr

Formaldehyd ist ein Gas und dient in der chemischen Industrie als Grundstoff für zahlreiche andere Verbindungen. Hauptabnehmer für die im Formaldehydwerk in Schwarze Pumpe erzeugten ungefähr 16 000 Jahres tonnen Gas war die Firma Dynea selber.

Die Firma, die zum ursprünglich aus Schweden stammenden Private-Equiti-Unternehmen IK Investment Partners gehört, ist in der Herstellung von Klebstoffen und Materialien zur Oberflächenbeschichtung aktiv. no

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Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 01:37 Uhr
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