27. September 2011, 00:00 Uhr

Finnischer Organist lobt die Akustik der Johanneskirche

Hoyerswerda Er sei ziemlich müde, bekannte der 19-jährige Petur Sakari am Sonntagnachmittag, als er sich an der Orgel der Johanneskirche für seine Vorstellung vorbereitete. Was nicht weiter verwunderte, denn schließlich hatte der Finne doch auf seiner ersten Deutschlandtournee 13 Konzerte in zwölf Tagen bestritten.

Der Finne Petur Sakari ist gerademal 19 Jahre alt und bereits ein gefragter Organist. Foto: Rainer Könen Foto: Rainer Könen
Das habe Kraft gekostet, erzählte der junge Mann. Mit dem Orgelkonzert in Hoyerswerda setzte er den Schlusspunkt unter eine Tournee, die ihm überall dort, wo er gespielt hatte, ob in Münster, Wetzlar oder Detmold, gute Kritiken einbrachte.

Am Sonntag konnte man in der Johanneskirche einen Eindruck gewinnen, warum der Neunzehnjährige nicht nur in seinem Heimatland, sondern auch international ein so gefragter Organist ist. Und das, obwohl er vor Beginn des Konzertes den Klang der Orgel nicht so rund fand, wie er es erhofft hatte. Aber dafür „ist die Akustik dieses Gotteshauses prächtig“, meinte Sakari, der noch das Gymnasium in Helsinki besucht und in Paris sein Spiel dank der Kurse bei Thierry Escaich und Vincent Warnier verfeinert. Sein Repertoire umfasst Werke des 19. und 20. Jahrhunderts. Jean Sibelius und Felix Mendelssohn Bartholdy gehören zu den Komponisten, die der Finne, der in seiner Heimat zum Orgelkünstler des Jahres gewählt wurde, vorzugsweise auf der Tournee spielte.

Organisiert wurde seine erste Konzerttour von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft. Auch wenn Sakari sich am Sonntag in der Johanneskirche, wie er sagte, „ziemlich urlaubsreif“ fühlte, so war das seinem Spiel auf der Orgel keinesfalls anzumerken. Seine Stücke begeisterten jedenfalls all die, die an diesem herrlichen Tag den Weg in die Kirche gefunden hatten.
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Erstellt am: 27. September 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 27. September 2011, 03:06 Uhr
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