05. September 2011, 00:00 Uhr

Dreiweiberner Strand wird ausgebaut

Weißkollmer Bereich wird auf drei bis 14 Meter verbreitert / 1770 Kubikmeter Sand im Anrollen

Lohsa Die Badesaison geht ihrem Ende entgegen. Am Dreiweiberner See wird sie am heutigen Montag in einer Woche abgeschlossen. Dann beginnt die lang erwartete Strandverbreiterung.

Bürgermeister Udo Witschas aus Lohas konnte den Eingang des letzten Genehmigungsbescheides bereits beim KnappenMan verkünden. Uwe Steinhuber, Sprecher des Bergbausanierers LMBV, bestätigte den Termin für den Baubeginn: In der nächsten Woche soll es losgehen.

Und diesmal klappt es wirklich. Denn ursprünglich hoffte die Gemeinde Lohsa auf eine Umsetzung des Vorhabens schon bis zum Sommer 2010, dann bis zum Sommer 2011. Aber daraus wurde aus unterschiedlichen Gründen nichts. Jetzt sind alle Gelder, alle Genehmigungen zusammen, und es kann wirklich losgehen.

Der Strand auf der Weißkollmer Seite des Sees wird auf einer Länge von rund 320 Metern ausgebaut. Dazu gehört laut Uwe Steinhuber die Verbreiterung des vorhandenen Strandbereiches auf drei bis 14 Meter: „Dies entspricht einer Verdoppelung der jetzigen Fläche.“ Erreicht wird das durch die Gestaltung der oberhalb des Strandes verlaufenden, gewachsenen Geländeböschung. Der Strand selbst bekommt neuen Sand – 30 Zentimeter hoch. Der zehn Meter breite Schilfgürtel am Wasserrand wird auch beseitigt.

Die Böschung zum Rundweg hin wird mit Faschinengeflecht und Kokosmatten gegen Erosion gesichert und begrünt. Die vorhandene östliche und westliche Zufahrt zum Strand, die im Ernstfall ja auch als Löschwasserentnahmestellen genutzt werden, bleiben erhalten oder werden neu gestaltet. Das bisherige Problem, dass man in der Mitte schlecht zum Strand gelangte, wird mit Hilfe einer einen Meter breiten und zehn Meter langen Treppe gelöst

Der Strand auf der Lohsaer Seite wird künftig rund 450 Meter lang sein. Momentan ist der nur abschnittsweise als solcher erkennbar.

Daher entfernt die beauftragte Firma Straßen- und Tiefbau GmbH See auch dort Schilf- und Buschwerk und trägt die bereits stark durchwurzelte Bodenschicht ab.

Rund 1770 Kubikmeter Sand, so die Berechnungen der Planer, werden neu aufgetragen. Und damit man bequem zum Strand gelangen kann, baut die Firma eine 45 Meter lange und vier Meter breite Zuwegung. Und die Planer haben eine Lösung gefunden, mit der man der hier besonders auffälligen Verockerung des Wassers begegnen kann.

Ein neues Drainagesystem entlang des Böschungsfußes der Strandböschung soll das anströmende Grundwasser auffangen und über das südöstliche Drainageende in den See abführen. Dann entstehen dort zwar immer noch Verockerungen, aber eben nicht mehr im unmittelbaren Strandbereich.

 
Eine Treppe wie diese wird künftig auch am Dreiweiberner See auf der Weißkollmer Seite hinunter zum Strand führen.
Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, nennt Uwe Steinhuber den Zeitrahmen. Dass die Bergbausanierer hier Projektträger sind, hängt damit zusammen, dass die Gemeinde Lohsa die Erweiterung der Strandbereiche beim Freistaat beantragt hat, um den Folgenutzungsstandard des ehemaligen Tagebaus zu erhöhen. Dieser Antrag auf die Gewährung der sogenannten Paragraph-IV-Mittel wurde genehmigt, und die LMBV erhielt die Projektträgerschaft.

Allerdings ist derzeit nicht so ganz klar, wie es ab nächstem Jahr mit der gastronomischen Versorgung am See und der Bewirtschaftung des Caravan-Stellplatzes weitergeht. Wie es aus dem Lohsaer Rathaus heißt, sind sich die Gemeinde und Imbissbetreiber Jörg Berndt noch längst nicht einig. Letzterer hatte die Genehmigung für seine Beachbar noch einmal erhalten, sollte aber bis zum Herbst Bewirtschaftungskonzept und die Finanzierung für den geplanten Café/Bar-Neubau vorlegen.

Immerhin ist dieser Neubau Teil des Nutzungskonzeptes aus dem Jahre 2009, auf dessen Grundlage Jörg Berndt seinen Vertrag bekommen hatte.
 
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Erstellt am: 05. September 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 05. September 2011, 11:50 Uhr
Autor: Von Uwe Schulz

Von Uwe Schulz

Jüngste Kommentare (1)

Camping am See

von tywubak

Schauen Sie doch mal bei mywomo ins Internet. Das ist nicht das Verdienst der Gemeinde, sondern nur des Pächters! Er macht die Werbung für den Platz und man fühlt sich wohl! So muss es ja auch sein.
Was den Kommentar zu der gastronomischen Versorgung betrifft haben wir unsere eigene Meinung. Mit einem Pachtvertrag bis 2018 ist eine langfristige Planung nicht möglich. Hier ist in erster Linie die Gemeinde gefordert, um den Pächter eine Grundlage zur Investition zu schaffen. Keine Bank investiert Geld in eine so unsicher Sache. Was passiert nach 2018? Wir haben das Konzept sehen können, es hat uns sehr gut gefallen. Sie warscheinlichh nicht, denn Herr Berndt hat es so wie wir ja auch erst aus der Zeitung erfahren müssen was Sie geschrieben haben. Schade, aber Sie können ja noch einen Artikel zu diesem Thema verfassen. Wir sind gespannt!

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