09. Februar 2012, 00:00 Uhr

Die Mutti der Kinderfunken gibt nächste Woche ihre letzte Stunde

Manuela Gröger hat die Nachwuchsschmiede aufgebaut

Bernsdorf Manuela Gröger hat Tränen in den Augen, als sie erzählt, dass sie am 17. Februar das letzte Mal ihre Kinderfunken trainiert.

Manuela Gröger mit ihren Funken. Kommende Woche gibt sie die Gruppe ab, um mehr Zeit für Beruf und Familie zu haben. Foto: hir
Nach 15 Jahren als Trainerin der Kinderfunken des Bernsdorfer Karnevalclub (BKC), reicht sie den „Staffelstab“ weiter. Die beiden Söhne der 39-Jährigen, Max und Florian, haben unter ihrer Leitung bei den Kinderfunken getanzt. Sie selbst trat 1991 als 19-Jährige dem BKC bei. Sie war sehr sportlich, hatte „Feuer im Hintern“, und tanzte gern. Da war die Tanzgarde der Roten Funken genau das Richtige für sie. Dort tanzte sie etwa fünf Jahre. Mit zwei anderen jungen Damen gründete sie die Kinderfunken in Bernsdorf. Die tanzten auch zu ihrer Hochzeit. Im Verein ist man stolz auf die Kinderfunken. Dadurch gibt es im Verein auch keine Nachwuchssorgen, für die Juniorfunken und die Roten Funken. So eine „Nachwuchsschmiede“ gibt es nicht in jedem Karnevalverein.

Heute gehören sogar zwei Jungen zu den Kinderfunken. Das war bei ihrer Gründung noch nicht der Fall. Bei den Karnevalveranstaltungen des BKC kommen die Kinderfunken zu Beginn immer mit einmarschiert und lassen den Applaus steigen.

Für Manuela Gröger ist dieser Applaus eine Art Lohn. Sie sucht regelrecht nach Auftrittsmöglichkeiten für ihre Kinderfunken wie den Schulfasching in Bernsdorf, Auftritte im ASB-Altenheim am Bernsdorfer Schmelzteich, bei Familienfeiern und auch beim Straßenfest am Kubering in Bernsdorf. „Nur bei richtigen Bewährungsproben können die Kinder lernen, wie man seinen Körper ästhetisch bewegt, ihn beherrscht, und mit den Kräften haushält“, erklärt Manuela Gröger. „Aber in allererster Linie sollen die Kinder Spaß haben.“

Knapp 50 Kindern hat sie schon das Tanzen beigebracht. Natürlich liebt die gelernte Grundschullehrerin und jetzige Physiotherapeutin das Lachen der Kinder, die noch biegsame Körper haben. Sie störe es, wenn aus vielen Kindern richtige „Bewegungsmuffel“ gemacht werden. Und wenn es wirklich einmal passiert, dass sich ein Kind im Training verletzt, dann ist Manuela Gröger nicht die strenge Trainerin, sondern auch mal Mutti. „Da die Tränen zu trocknen und zu trösten, ist doch ganz selbstverständlich“, sagt Manuela Gröger. Aber das Leben bestehe nicht nur aus Tanzen. Sie will sich beruflich weiterbilden und ihrer Familie mehr Zeit widmen. Die Kinderfunken wird es trotzdem weitergeben.
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2012, 11:11 Uhr
Autor: hir

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