Der Politiker der Linkspartei wollte von der Stadtverwaltung wissen, ob der Mietspiegel fortgeschrieben wird. Er läuft in diesem Jahr aus.

Nach Angaben von Delling sei die Stadt bei der Erstellung eines neuen Mietspiegels auf die Wohnungsunternehmen angewiesen. Diese würden sich jedoch nicht aktiv an der Fortschreibung beteiligen. Er selbst halte so etwas aber für ein wichtiges Instrument, es bringe mehr Klarheit, so der Bürgermeister. Eine gesetzliche Verpflichtung besteht jedoch nicht. „Hoyerswerda muss keinen Mietspiegel machen“, sagte Delling. Es sei ein Hilfsmittel, der eine gewisse Richtung anzeige. Er sei vor allem immer dann wichtig, wenn es um Mieterhöhungen gehe. Ein Unternehmen könne aber auch, wenn es die Kosten für die Wohnungen erhöhe, drei Vergleichsmieten zur Begründung für einen solchen Schritt angeben.

Ein Mietspiegel sei zudem für Menschen interessant, die nach Hoyerswerda ziehen wollten. „Wir sind bestrebt, Leute in die Stadt zu holen“, bekräftigte Delling. Die Zuzügler würden sich am Mietspiegel orientieren, um den Wohnungsmarkt einzuschätzen, sagte Delling. Außerdem sei ein solches Instrument wichtig, wenn neue Bauvorhaben geplant werden.