Ausstellung lässt vergessene Industrie-Orte nicht ganz aus dem Blick
Bernsdorfer Interessengemeinschaft stellt noch drei Sonntage Dokumente zu der wechselhaften Wirtschaftsgeschichte der Stadt aus
Bernsdorf Die Industriegeschichte wird seit dem Wochenende im Vereinshaus „Grüner Wald“ greifbar durch die Ausstellung „Bernsdorfs vergessene Orte“, die in Zusammenarbeit der IG Stadt/Industriegeschichte mit der Fotografin Inge Stieb entstanden ist. Das Eisenwerk, die Zinkweißhütte und die Holzbauwerke gehörten im 20.
Zu den ersten Besuchern gehörten auch Eckhard und Monika Groß, die beide viele gute Erinnerungen von ihrem einstigen Arbeitsplatz mit in die Ausstellung brachten „Es waren insgesamt fast 20 Jahre, die ich im Eisenwerk arbeitete; dazwischen war ich neun Jahre in der Zinkweißhütte!“, erzählt der 64-jährige Eckhard Groß. Seine jetzt 71-jährige Frau erinnert sich noch sehr genau an die Zeit: „Mir wurde allerdings zur Wende mit der Begründung gekündigt, dass Frauen keine Stapler mehr fahren dürfen – und das nach acht Jahren.“
Interessiert schaute sich auch Dieter Lenz einzelne Vitrinen an. „Ich war im Eisenwerk 14 Jahre Lehrmeister in der Polytechnik, was mir viel Freude gemacht hat. Es ist auch heute noch ein schönes Gefühl, zu wissen, dass man jungen Leuten so einige Grundkenntnisse gelehrt hat, die sie im Leben sicherlich weitergebracht haben“, resümierte der 69-Jährige.
Begehrte Gesprächspartnerin war Ingrid Stieb, die mit über 40 Farbfotos die Ausstellung abrundete. Nicht nur von diesen Aufnahmen zeigte sich der Kunstwissenschaftler Jürgen Tiede begeistert, sondern auch von ihrem neuen Fotobuch „Bernsdorfs verschlossene Türen“, das erneut die Künstlerin in ihr bescheinige, unterstrich der Hoyerswerdaer.
Die Ausstellung Bernsdorfs vergessene Orte kann noch an den nächsten drei folgenden Sonntagen jeweils in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, im Vereinshaus „Grüner Wald“ besucht werden.
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Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Februar 2012, 08:45 Uhr
Autor: uhz1

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