Beim Gespräch am Kamin im Hoyerswerdaer Schloss, die der Kunstverein vor 17 Jahren initiierte und seither trägt, stellte am Donnerstag Ingrid Sonntag, Dozentin am Institut für Buchwissenschaft der Universität Leipzig, das Buch „Heimliche Leser in der DDR“ vor.
13.03.2010
Es ging aus einer Forschungsarbeit hervor, an der Studenten jenes Instituts beteiligt sind, die Texte vorlegten, die bewundernswert ein neues Kapitel der Geschichte erhellen.Mehr als 50 Zeitzeugen wurden befragt, ihre Aussagen analysiert und zusammengetragen, was an Dokumenten erreichbar war. Als Ergebnis las Ingrid Sonntag Lebensläufe und Berichte vor, die manch Staunen und Wiedererkennen, Lachen und Kopfschütteln auslösten. Unklare Begriffe, fehlende Definitionen und mangelndes Wissen der Kontrollierenden schufen großen Aufwand, sehr viel Ärger, weckten aber auch – wie alle Verbote – Neugier auf Bücher, forderten zum Schmuggeln heraus. Versuchten die einen, wissenschaftliche Literatur, Bücher zu Geschichte und Philosophie, Kirchen theologische Kommentare zur Bibel oder Gläubige diese selbst in Länder zu bringen, wo sie verboten waren, so strebten andere nach Büchern, die von DDR-Autoren geschrieben waren, die im „Westen“ lebten und in der DDR nicht
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