12. Juli 2008, 00:00 Uhr

Windhose in Wainsdorf

Das Wetter spielte am Donnerstagabend verrückt: Während es in Elsterwerda nur ein leichtes Gewitter mit etwas Regen gab, entlud sich die Naturgewalt in Wainsdorf nicht nur mit Blitz und Donner, Regen und Hagel, sondern auch mit einer Windhose, die in der Hauptstraße auf drei Grundstücken Garagen- und Schuppendächer komplett abdeckte. Gestern hatten die drei Familien mit dem Aufräumen und dem provisorischen Sichern ihrer demolierten Dächer alle Hände voll zu tun.

Windhose in Wainsdorf
Ein Baum fing das scharfkantige und von der Windhose völlig zerbeulte Metalldach vom Nachbargrundstück kurz vor dem abgedeckten Garagengebäude von Thomas Knorbin auf. Foto: Foto. Veit Rösler
«Es wurde dunkel und hat ein bisschen gedonnert. Dann hagelte es stark und hat mächtig geknallt. Ich dachte erst, dass unsere Bäume umgefallen sind» , erinnert sich Thomas Knorbin an die Gewitternacht. Erst als es auf der linken Hausseite dunkel geworden sei, habe er nach draußen geblickt und das Desaster gesehen: Eine Windhose hatte die Wellasbestplatten vom Nebengebäude gerissen. Damit waren die zwei Garagen und die Holzheizung ohne Schutz.
«Ich hatte blanke Angst vor diesen Naturgewalten, denen man so hilflos ausgeliefert war und bin froh, dass nur ein materieller Schaden entstanden ist» , meinte Ute Knorbin gestern und drückt dabei ihre dreijährige Enkelin Emily an sich. Das Mädchen habe in der Nacht zum Glück fest geschlafen und von all dem nichts mitbekommen.
Hellwach und ganz allein im Haus war hingegen die 75-jährige Nachbarin Inge Wahn, um die sich die Knorbins kümmerten.
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Erstellt am: 12. Juli 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. Juli 2008, 18:31 Uhr
Autor: Von Frank Hilbert

Von Frank Hilbert

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