04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Mann verstirbt in der Lausitztherme Wonnemar in Bad Liebenwerda

Dresdner Gast sieht sich ungerecht behandelt und fordert Geld zurück / Gäste während Hilfseinsatz ins Mineralforum Geschickt / Hausleitung: „Es war ein Notfall“

Bad Liebenwerda Passiert ist es am Dienstag gegen 10.50 Uhr im Erlebnisbadbereich der Lausitztherme Wonnemar in Bad Liebenwerda.

Ein Mann Ende 30/Anfang 40 zeigt dem Personal an, dass es ihm nicht gut geht. Wenig später verstirbt er.

Marketingleiterin Susanne Ott bestätigt das tragische Ereignis und berichtet, dass die Mitarbeiter schnell Hilfe geleistet und der Rettungsdienst binnen kurzer Zeit vor Ort gewesen wäre. Es sei kein Badeunfall gewesen. Da wegen der Ferien der Erlebnisbadbereich besonders gut besucht sei, habe sich die Hausleitung schnell entschieden, das benachbarte Mineralforum zu öffnen und die Gäste gebeten, während der Zeit des Hilfseinsatzes diesen Bereich zu nutzen. „Wir wollten damit Schaulustige fernhalten“, so Susanne Ott.

Mitarbeiter hätten den Bereich, an dem der Notarzt und Rettungskräfte versucht hatten, den Mann zu reanimieren, schließlich auch mit Decken abgeschirmt. „Natürlich waren wir aufgeregt, unsere Mitarbeiter haben aber richtig und schnell gehandelt“, so Susanne Ott.

Stefan Grohmann (32) aus Dresden, der mit seiner Frau die Nutzung „Wonnemar komplett“ als Tageskarte gebucht hatte, spricht gegenüber der RUNDSCHAU davon, dass die Mitarbeiter aufgeregt hin- und herliefen. Was ihn aber noch mehr ärgert, ist, dass er keine Entschädigung erhält. „Die anderen Gäste durften das Mineralforum umsonst nutzen, wir haben bezahlt“, sagte er und berichtete, dass das Mineralforum noch lange nach dem Vorfall für jeden Gast frei zugänglich gewesen wäre. Die Marketingchefin spricht von maximal einer Stunde. Danach seien die Gäste gebeten worden, wieder nur die Bereiche zu nutzen, für die sie bezahlt hätten.

Der Dresdner habe an der Rezeption eine Reduzierung seines Eintrittspreises erwirken wollen. Dies sei ihm vom „unfreundlichen Personal“, wie er meinte, verwehrt worden. Susanne Ott bestätigt, dass sie mit dem Mann und seiner Frau gesprochen und ihm auch deutlich gemacht habe, dass sich eine Ermäßigung, wenn überhaupt, sicher nur im Cent-Bereich bewegen würde. „Ich habe mehrfach versucht, ihm deutlich zu machen, dass es sich um eine Notsituation gehandelt hat“, so Susanne Ott.

Grohmann berichtet dann noch, dass er die Mitarbeiter an der Rezeption darauf aufmerksam gemacht habe, dass auf dem Parkplatz ein Auto stehen würde, an dem die Blinklichtanlage leuchte und das nicht verschlossen sei. Auf seine Bitte, den Besitzer ausfindig zu machen, um Diebstahl zu verhindern, seien die Mitarbeiter ebenfalls „unfreundlich“ gewesen und hätten ihm entgegnet, dass sie bereits Durchsagen in Badbereichen vorgenommen hätten.

Grohmann: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich jemand ernsthaft kümmert.“

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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 02:31 Uhr
Autor: Frank Claus

Frank Claus

Jüngste Kommentare (2)

Schöne neue Welt

von unbekannt

So ist halt diese Welt. Selbst wenn jemand stirbt, versucht so mancher noch einen Vorteil für sich herauszuschlagen. Diese Gesellschaft ist einfach genial.

Das Leid anderer noch ausnutzten

von dietsch82

peinlich der Mann !!! ich hab bezahlt... wie die kleinen Kinder !!! das war ein Notfall und die breite Masse wurde einfach in einen anderen Bereich geleitet, oder sollte man die einfach raus schmeißen... da wäre ja dann was los gewesen !!

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