Geleistete Arbeit war sehr umfangreich, wird aber an Intensität verlieren
Immer weniger Falkenberger verschreiben sich vereinsmäßig dem Naturschutz
Falkenberg
Der Naturschutzverein „Elsteraue“ wird am 21. September 2010 auf eine 20-jährige Arbeit im regionalen Naturschutz zurückblicken können.
Klanghölzer für Waldmusik im Schmerkendorfer Forst. Sie sind besonders für Kinder sehr attraktiv. Foto: D. Lehmann Foto: D. Lehmann
„Die bereitwillige Mitarbeit vieler Vereinsmitglieder hat ein vielfältiges Engagement ermöglicht“, zieht Dieter Lehmann, Vorsitzender des Vereins, Bilanz. Leider sei der Personenkreis inzwischen aber so klein geworden, „dass die Arbeit künftig zwangsläufig an Intensität verlieren wird.“ Zum Jahreswechsel 2009/2010 zählte der Naturschutzverein noch 37 Mitglieder.
Dennoch, das Fazit für 2009 fällt positiv aus. „Die geleistete praktische Naturschutzarbeit war sehr umfangreich“, so Lehmann. So habe man im März/April mit Jugendlichen, die die Schülerakademie in Domsdorf besuchten, einen Krötenzaun bei Domsdorf aufgebaut und betreut. Anfang März pflanzten Vereinsmitglieder 50 Birken-Sämlinge an der Alten Herzberger Straße bei Bomsdorf. Diese blieben nicht die einzigen. „Insgesamt wurden 2009 durch Mitglieder des Vereins über 200 Bäume gepflanzt“, so der Vorsitzende.
Darüber hinaus wurden zwei Nisthöhlen für Eisvögel — dem Vogel des Jahres 2009 — in die Steilwände am Nordost-Ufer des Kiebitzer See eingebaut. Das letzte der vier Kleingewässer in den Kiebitzer Bruchwiesen wurde im November entschlammt und renaturiert. Wie in jedem Jahr wurde eine ökologisch wertvolle Feuchtwiese im Naturschutzgebiet „Oelsiger Luch“ im Rahmen des Vertragsnaturschutzes gemäht. Die Mitglieder des Vereins haben im April 2009 kurzfristig auch die vakant gewordene Betreuung der Weißstörche im Altkreis Herzberg übernommen. „An dieser Stelle muss die sehr engagierte Arbeit von Günter Göritz gewürdigt werden.
Er hat im Jahr 2009 abermals eine Vielzahl von Bäumen gepflanzt sowie unter Mithilfe eines Falkenberger in zwei Waldgebieten Klanghölzer für Waldmusik aufgebaut“, berichtet Dieter Lehmann.
Mit Interesse haben die Falkenberger Naturschützer die im März 2009 begonnene Renaturierung am Nordufer des Kiebitzer Sees durch das Xella-Kalksandsteinwerk verfolgt. „Obwohl dabei grundsätzlich unsere Vorschläge zur Gestaltung der nicht mehr beanspruchten Bergbauflächen berücksichtigt wurden, konnten wir mit der Art und Weise, wie die Arbeiten dann erledigt wurden, nicht zufrieden sein. Trotz Kritik und zwei stattgefundener Vorort-Termine wurden jedoch keine Nachbesserungen erreicht“, ist der Vereinsvorsitzende enttäuscht.
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