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Guben

Wie der Stadtumbau im Wohnkomplex I aussieht

Guben. Nachdem im Zuge des Stadtumbaus im Wohnkomplex Reichenbacher Berg zahlreiche Wohnblöcke zurückgebaut wurden, geht es nun im Wohnkomplex I weiter. Die ehemalige Grund- und Gesamtschule 2, die Kita „Pittiplatsch“ sowie die Kita „Spatzennest“ fielen bereits dem Bröselbagger zum Opfer.

17.11.2004
Wie der Stadtumbau im Wohnkomplex I aussieht
Die Ecke Kaltenborner Straße/Dr.-Külz-Straße wird sich im kommenden Jahr verändern. Vom Block Kaltenborner Straße 162-168 werden zwei Etagen heruntergenommen. Die Dr.-Külz-Straße 7-13 (r.) bleibt, wie sie ist.
Foto: Foto: Jürgen Hennig
Demnächst geht es den teilsanierten Wohnblöcken an der Kaltenborner Straße sowie den Blöcken an der Geschwister-Scholl- und an der Dr.-Külz-Straße an den Betonkragen. „Nachdem der Wohnkomplex IV zu einer attraktiven Adresse geworden ist, wollen wir auch im WK I gute Ergebnisse erreichen. Die Gestaltung wird sich dem gesamten Umfeld anpassen“, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner in der Einwohnerversammlung am Montagabend in der Gaststätte „Krähenbusch“.

Zwei Aufgänge verschwinden
Ähnlich wie das „Pilotprojekt“ an der Hugo-Jentsch-Straße wird ab Juni kommenden Jahres an der Kaltenborner Straße 152-158 und 162-168 vorgegangen. Segment- und Geschossrückbau werden dort gekoppelt. Während die Aufgänge 150 und 160 komplett verschwinden, werden die übrigen Aufgänge um zwei Etagen niedriger.
Begonnen werden soll am 13. Juni 2005 mit dem Rückbau. „Zunächst wird die Kaltenborner Straße 160 komplett demontiert“, war von Helmut Seidel von der Beschäftigungs- und Sanierungsgesellschaft mbH Guben zu erfahren. Ab 4. Juli 2005 werden die Geschosse der Kaltenborner Straße 162-168 zurückgebaut.

Beginn im August
Vorgegangen wird wie im Wohnblock an der Hugo-Jentsch-Straße 1-12 (die RUNDSCHAU berichtete). «Das Haus wird ein flach geneigtes Satteldach mit Ziegeln erhalten» , erklärte Andreas Neumann vom Architektur- und Ingenieurbüro Bartke & Neumann. „Durch den Rückbau wird die geschlossene Bebauung der Kaltenborner Straße aufgewertet“, fügte er hinzu.
Parallel zu den Arbeiten an der Kaltenborner Straße 162-168 wird an den Aufgängen 152-158 vorgegangen. „Am 16. August beginnt der Rückbau der Nummer 152“, so Seidel. Während der Baumaßnahmen können die Mieter ihre Wohnungen weiterhin nutzen. „Aus Sicherheitsgründen müssen sie ihre Wohnungen jedoch für etwa zwei Wochen räumen, wenn die über ihnen liegenden Wohnungen demontiert werden“, sagte Günter Schneider, Geschäftsführer der Gubener Wohnungsgesellschaft. „Den Mietern wird in dieser Zeit eine Unterkunft in Gästewohnungen der Guwo oder in Pensionen zur Verfügung gestellt. Bei selbstständiger Unterbringung erhalten sie einen Pauschalbetrag in Höhe von zehn Euro pro Nacht und Person“, sagte Schneider.
Von Juni bis August 2005 – dann soll der Rückbau an der Kaltenborner Straße abgeschlossen sein – sollen 178 Wohnungen von insgesamt 236 im gesamten Wohnkomplex I dem Stadtumbau geopfert worden sein. Die Wohnblöcke Dr.-Külz-Straße 1-9 sowie Geschwister-Scholl-Straße 7-12 und 13-17 werden komplett abgerissen, die Wohnungen sind bereits fast komplett leergezogen.
Weiterer Handlungsbedarf besteht an der Kaltenborner Straße 102-148, dort sind Maßnahmen im Jahr 2006 geplant. „Möglicherweise werden dann sogar drei Geschosse abgetragen“, so Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner.

Versprechen immer gehalten
„Bisher konnten wir unser Versprechen immer halten, dass es keinem Mieter nach dem Umbau schlechter gehen wird“, sagte Hübner. Deshalb wird die Guwo betroffene Mieter bei der Suche nach einer gleichwertigen Wohnung unterstützen und gegebenenfalls die Umzugskosten übernehmen.
Genaue Informationen dazu erhalten die Mieter donnerstags in der Zeit von 10-12 und 14-18 Uhr an der Kaltenborner Straße 124 von Guwo-Mitarbeiterin Ricarda Weigel oder beim Stadtteilmanager Harald Lerke. Telefonisch können unter (03561) 40 02 12 oder (03561) 68 51 61 Termine zu persönlichen Gespräche vereinbart werden.
Von Jana Pozar
 
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