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Guben

Kritik aus Guben irritiert Bahn-Chefs

Guben Nach dem Krisengipfel zur Bahnhofssituation in Guben am Donnerstagnachmittag im Umweltausschuss ist klar: Alles bleibt wie es ist. Die Stadt ist bei der Infrastruktur am Zug, die Bahn klärt die Nutzung der nötigen Flächen.

28.01.2012
Der Konzernbevollmächtigte Joachim Trettin und Dirk Gellrich am Donnerstag im Umweltausschuss in Guben. Foto: B. Möschl
Foto: B. Möschl
Wort gehalten haben an dem mit Spannung erwarteten Nachmittag beide Seiten: Die Bahnvertreter mit ihrem Erscheinen vor dem Ausschuss und der Beantwortung aller schriftlich gestellten Fragen auf der einen Seite. Die Abgeordneten mit einer sachlichen Debatte auf der anderen Seite. Letztere sahen sich deutlich irritierten Bahn-Chefs gegenüber. Der Grund: offensichtliche Kommunikationslücken zwischen Rathaus und Stadtparlament. Hier die Antworten im Überblick:

Umweltprobleme: Seit 2004 belästigen vor allem nachts laufende Dieselloks im Bereich Grunewalder und Kupferhammer Straße Anwohner mit Lärm und Gestank. Daran wird sich kaum etwas ändern lassen. „Die Loks sind zugelassen und dürfen nach Deutschland fahren. Es gibt keine Beschränkungen zu Motorlaufzeiten“, so Joachim Trettin, Konzernbeauftragter der Deutschen Bahn für die Region Ost und das Land Brandenburg. „Was wir machen können, ist darauf hinzuwirken, dass mehr Züge auf der polnischen Seite bleiben.“

Verkehrsprobleme Bahnhofsvorplatz: Hierzu kündigte Dirk Gellrich, Leiter Bahnhofsmanagement Frankfurt (Oder) an, die Ausschilderung der Kurzzeit-Parkplätze und der Taxizone zu erneuern, und zwei Behindertenparkplätze auszuweisen. Da es sich um eine öffentlich gewidmete Straße handelt, könne die Stadt kontrollieren und Knöllchen verteilen.

Ordnungsprobleme wegen fehlender Toiletten: Das WC wurde 2006 geschlossen aufgrund von starkem Vandalismus. Hier sei die Stadt am Zug, denn sie bekomme Fördermittel, die Bahn nicht. „Wir haben zugesagt, kostenlos Räume für Toiletten zur Verfügung zu stellen und sehr viele Gespräche mit ihrem Bürgermeister geführt bis hin zum Ortstermin mit dem Planungsamt der Stadt Ende Juli 2010. Seitdem ruht alles“, so Trettin.

Sicherheitspartnerschaft: Die am 8. November 2010 vereinbarte Ordnungspartnerschaft zwischen Bahn, Stadt Guben, Landes- und Bundespolizei funktioniert, so Dirk Gellrich. 2010 seien bei Streifen am Bahnhof 23 Vandalismusfälle festgestellt worden, 2011 waren es sieben.

Euromodellstadt Guben-Gubin: Der Bahnhof soll besser an die Neiße und Gubin angebunden werden. Die Abstimmung zur Flächennutzung läuft. Voraussichtlich im März könnte ein Grundsatzbeschluss in der Stadtverordnetenversammlung gefasst werden über die Flächennutzung zur Realisierung der ersten Teilabschnitte des Projektes Europan 10. Zweisprachige Durchsagen auf den Bahnsteigen wird es nicht geben. Außerhalb der Schalterzeiten der Agentur, die im Auftrag der Bahn Fahrkarten verkauft, bleibt das Bahnhofsgebäude geschlossen.
Von Beate Möschl
 
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Jüngste Kommentare
  • 03.02.2012 11:16
    von monsieuralex
    Schon 2002 gab es von der ZAB eingefädelte Kontakte zur Bahnspitze,
    leider war von Gubener Seite niemand so recht interessiert. Antworten
  • 29.01.2012 19:55
    von blick
    Sorry durcheinander
    Ich konnte ja nicht wissen, dass ich über 1000 Zeichen bin. Hatte nicht mitgezählt! Antworten
  • 29.01.2012 19:54
    von blick
    Wenn man eine vernünftige Bahn möchte, muß mann ihnen auch eine vernünftige Grundlage bieten. Das heißt von der Stadt her. das geht nur über eine Investion. die hat KDH mit seinen Angestellten ausgearbeitet. Halbherzigkeiten sind raus geschmissenes Geld. Im günstigsten Fall kann man sich ja mit der Bahn in der Mitte treffen. Antworten
  • 30.01.2012 19:46
    von Offener
    Seifenblasen wurden viele glaube ich ausgearbeitet
    an einem " 17-Stunden-Arbeitstag " !!! Antworten
  • 29.01.2012 19:53
    von blick
    Das Rathaus besteht aber mindestens aus dem Stellvertreter, viele tüchtigen Angestellten, dank KDH. Wer ehrlich ist, weiß wie es vor seiner Zeit im rathaus aussah, als er ständig stundenlang vor verschlossenen Türen warten mußte. Im Übrigen stimme ich zu, dass immer der Ton die Musik spielt. wenn man sich Gäste einlädt, sollte man auch Gastfreundlich sein. so hätten die Stadtvertreter diese auch zu einem Abendessen einladen können. Das hätte bestimmt von Haus aus mehr gebracht. Gerade die in Guben weit verbreitete Soziale und Linke Fraktion machen das ja mit den Polen gern. Im Übrigen habe ich schon seit Jahrzehnten den Eindruck, dass viele SVV gar nicht wissen, warum sie zu solchen Sitzungen gehen. Brauchbares ist jedenfalls nicht zu erkennen. Antworten
  • 30.01.2012 19:39
    von Offener
    Gubens Hoffnung:
    @ blick als alleiniger Stadtverordneter,
    + sein für ewiger " MACHER " ! Antworten
  • 29.01.2012 20:45
    von stierchen
    Deine Worte sind zwar wohl gewählt,nur fehlt mir hier der Sinn!Irgendwie rauscht du hier am Thema ganz leicht vorbei. Antworten
  • 29.01.2012 19:52
    von blick
    Ich lach mich schlapp
    immer geht es um den KDH. Antworten
  • 29.01.2012 12:04
    von Wanderfreund
    Erkenntnisreich ?
    Jeder sollte sich den Beitrag der Neiße Welle ansehen und weiß wie die Leute
    dort aufgetreten sind. Der Herr Q und die Stadtverwaltung sind Autofahrer
    denen die Bahn wenig interressiert und kaum mit Sachkenntnis haben.
    Was können die Gubener dazu tun: Die Stellwerker die Loks so schnell wie
    möglich nach hinten fahren lassen. Ein Toilettenhäuschen Bauart wie hinter
    Haltestelle Blechengalerie aufstellen. Die Bushaltestelle umgestalten.
    Einen Pächter für den Laden zu vernünftigen Konditionen finden.
    Es ist Zeit das mit der Bahn knallhart unter Einbeziehung des Verkehrsministerium
    verhandelt wird und man nicht nur heimlich herumeiert. Antworten
  • 29.01.2012 19:36
    von blick
    Leider wurde im Internet, dass Programm
    der Neissewelle schon aktualisiert. Kann nicht Jemand das Video bei Youtube einstellen? Antworten
  • 29.01.2012 15:03
    von Reisender
    Mit der Bahn knallhart unter Einbeziehung des Verkehrsministerium verhandeln
    @Wanderfreund. Sie meinen doch nicht etwas den Bundesverkehrsminister, dessen Zuständigkeitbereich das wäre. Da können Sie auch gleich, vom fachlichen Standpunkt aus gesehen, mit dem Arzt ihres Vertrauens über die bundesdeutsche Verkehrspolitik plaudern. Wer leistungsfähigen Schienenverkehr fordert, sollte auch dafür Sorge tragen das die entsprechen Infrastuktur vorhanden ist. Dann klappt das auch mit den Nachbarn (Anwohnern). Die Lokomotiven von einer Seite des Bahnhofes zur anderen Seite des Bahnhofs zuschicken bringt in Guben nicht sehr viel. Hier sind einzelnen Verkehrsgesellschaften und ihre Mitarbeiter gefragt, den Aufenthalt des Zuges so gering wie möglich zuhalten. Das erfordert aber auch die Vorhaltung entsprechender Infrastruktur und nicht wie in Guben geplant, der Rückbau. Antworten
  • 29.01.2012 10:47
    von stierchen
    Emfehlung!
    Da im Beitrag von Frau Möschel leider die Hälfte fehlt,empfehle ich den Film auf Neißewelle Guben anzuschauen. Sehr aussagekräftig! Antworten
  • 29.01.2012 09:00
    von BerndMueller
    Der Teufel steckt im Detail. Nachdenken sei erlaubt.
    Umweltprobleme: Ja wirklich, ein Problem haben nur diejenigen die in der Umwelt des Bahnhofes wohnen obwohl andere Wohnungen in ruhigen Lagen wegen Leerstand entsorgt werden. Was wäre wenn auf dem Bahnhof wieder gearbeitet würde, so mit drei Rangierloks 24 Stunden?
    Verkehrsproblem: Nichts Besonderes. Fragen wir doch mal den Gewerbetreibenden wie der über den zwangsweisen Nachweis von Stellplätzen denkt.
    Ordnungsprobleme: Schön dass die Stadt Fördermittel für zerstörte Toiletten auf Gewerbeflächen bekommt. Dem Gastwirt einer Kneipe wird´s freuen wenn seine Toiletten mal zerkloppt sind.
    Sicherheit: Alles richtig, leider noch zu wenig.
    Euromodel: Über Flächennutzung entscheidet immer noch der Eigentümer. Antworten
  • 29.01.2012 12:19
    von Poltergeist
    mensch müller
    du wirst bald keine freunde mehr haben, bei deiner satierisch direkten freundlichkeit. aber hier meine zustimmung. Antworten
  • 29.01.2012 13:36
    von BerndMueller
    @Poltergeist
    Lieber weniger Freunde, denn: Wer in der Herde geht, hat immer einen Anus vor sich. Antworten
  • 29.01.2012 14:32
    von stierchen
    der Weg zum reinschlüpfen wird kürzer! Antworten
  • 30.01.2012 14:00
    von go1961
    hallo @ stierchen, guten tag @ BerndMueller, grüße dich wie immer ...
    ganz freundlich auf der straße! ...

    @ stierchen, ganz schön doppeldeutig! in der heutigen situation sollten einige cestoda noch schnell ihren wirt verlassen, bevor es dann eventuell zu spät wird! zwinkern
    ... und mehrere stahltüren hinter ihnen zuschlagen!
    aber vielleicht sind sie aber allein nicht lebensfähig? Antworten
  • 29.01.2012 10:20
    von Reisender
    Der Teufel steckt im Detail. Nachdenken sei erlaubt.
    @BerndMüller, so ist es. Selbst die Aussage von Herrn Dr. Trettin, Zitat: „Was wir machen können, ist darauf hinzuwirken, dass mehr Züge auf der polnischen Seite bleiben.“ Bringt auch keine Lösung des Problemes, im Gegenteil. Die Idee verschärft das ganze und verlagert es auf andere Orte. Rückstaus bis auf einer Länge bis zu 200 km und weiter wären die Folge oder Züge könnten erst garnicht den Abgangsbahnhof verlassen. Von den innerbrieblichen Beschwerden wegen Vorteilsnahme andere Verkehrsbetriebe rede ich erstmal nicht. Antworten
  • 28.01.2012 18:44
    von Heinzelmann
    Ich meine wer voll funktionierende Infrastrucktur abreissen will für ein Parkplatz. Der macht einen riesen Fehler,der sich Später für die Stadt und den Bahnhof zum nachteil wird. Antworten
  • 28.01.2012 09:23
    von Omen
    Auch hier scheinen...
    ...sich die altbekannten und über JAHRE lang gezogenen Probleme zwischen BM und SVV breit zumachen. Wobei die SVV nicht die Probleme verursacht.

    IGNORANZ, ALLEINGANG, ARROGANZ ,.... Antworten

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