Gubener Stadtteil Obersprucke verliert Tausende Einwohner
Bewegungsstatistik lokalisiert Bevölkerungsrückgang nach Ortsteilen
Guben Mehr als 5300 Einwohner hat die Stadt Guben in den zurückliegenden zehn Jahren verloren. Das geht aus der Bewegungsstatistik der Stadt hervor. Sie nimmt die Entwicklung von Anfang 2002 bis Ende 2011 unter die Lupe.
Die Zahl der Zuzüge sinkt ebenfalls. Für 2002 weist die Statistik 557 aus, 2011 sind es 364.
Zudem werden in Guben deutlich weniger Kinder geboren. Erblickten hier 2002 noch 301 Erdenbürger das Licht der Welt, sind 2011 nur noch 86 Kinder mit Wohnsitz in Guben geboren worden. Im Zehnjahreszeitraum 2002 bis 2011 wurden insgesamt 1252 Geburten registriert. Dem stehen im gleichen Zeitraum 2652 Sterbefälle gegenüber.
Derzeit leben 2052 Kinder und Jugendliche im Alter von null bis 18 Jahren in der Stadt (2002 waren es noch 3749) – bei insgesamt rund 18 600 Einwohnern. Ihnen stehen 1226 Männer und Frauen im Alter von 61 bis 65 Jahren gegenüber (2002: 2157) und 5433 ältere Mitbürger zwischen 65 und 105 Jahren (2002: 3895).
Die Altstadt Ost – das Wohngebiet in unmittelbarer Neißelage – ist der einzige von elf Stadt- und Ortsteilen, der Einwohner gewinnt – wenn auch nur leicht. Waren hier Ende 2002 noch 1496 Einwohner registriert, sind es Ende 2011 schon 1545. Ende 2001 lebten hier 1550 Einwohner. Damit ist die Zahl der Einwohner in der Altstadt Ost innerhalb von zehn Jahren nahezu stabil geblieben – ein Trend, der in keinem anderen Stadtteil zu beobachten ist, wohl aber in einzelnen Ortsteilen. So hat Deulowitz von Anfang 2002 bis Ende 2011 sechs Einwohner verloren. Insgesamt zählt der Ortsteil 283 Einwohner. Ähnlich stabil sind Schlagsdorf (minus zwei auf 236 Einwohner) und Kaltenborn (minus elf auf 456 Einwohner). In Bresinchen ging die Zahl der Einwohner um 32 auf 135 zurück, in Reichenbach um 73 auf 706. Groß Breesen verlor 118 und zählte Ende 2011 noch 903 Einwohner.
Größter Verlierer ist die Obersprucke (WK IV). Hier ging die Einwohnerzahl von Ende 2001 bis Ende 2011 um 2122 auf 2841 zurück. WK I folgt mit einem Verlust von 1211 Einwohnern. WK II und Altsprucke verloren 1005, die Altstadt West 698 Einwohner.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 17. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 17. Januar 2012, 10:20 Uhr
Autor: Von Beate Möschl

Jüngste Kommentare (11)
Die Fassade bröckelt
von Omen
Alte, Kranke und ein paar Übriggebliebene, die die Welt nicht braucht ist Gubens Zukunft. Es fehlt jetzt schon Geld um die aufgeblasenen Prestigeobjekte zu erhalten.
Keine Angst, was nicht mehr glänzt wird platt gemacht.
nichts mehr mit dem mittelzentrum guben,
von go1961
spätestens 2023 macht dann das pestalozzi-gymnasium zu, bei einer prognostizierten, fortschreibenden dreizügigkeit für ganz guben ... !
Keine Industrie,keine Menschen mehr!
von unbekannt
Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 17.01.2012 15:24 Uhr
Dann können ja die Kohlebagger richtig loslegen,vorausgesetzt man hat diese auch nicht Deindustriealisiert . Wenn keiner mehr da ist gibt es auch kein Gezänk mehr wegen der Heimat und die Demos gegen die Kohle sind ebenfalls Überflüssig,keiner mehr da,außer den Wölfen.
.....................
von Black7Seven
Und das obwohl so ein Fachkräftemangel in der Lausitz herscht:)
...
von Aprikosengelee
und der letzte macht das Licht aus! Traurig, traurig...
Licht
von Hymen
Antwort auf folgenden Beitrag von Aprikosengelee am 17.01.2012 07:55 Uhr
soweit kommt es natürlich nicht.
Guben wird auf das zurückckgeschrumpft was es einmal vor dem Sozialismaus war ein Kleinstadt an der Neisse.
Für ältere Menschen lebenswert durch sinkende Mieten für jünger vielleicht ein Fluch den es wird keine gut bezahlte Arbeit mehr geben.
Den Zug selbst, hat Guben vor 20 Jahren unter Bürgermeister BB, verpasst man wollte das Tafelsilber der Stad behalten hat Investoren vertrieben und den Kreisstatus politisch verhöckert.
ab 1984 wird unser @ hymen ja statistisch in guben erfasst!
von go1961
Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 17.01.2012 18:00 Uhr
zur unterstützung von @ lausitzer, hier ein paar eckzahlen für unseren sprücheklopfer!
1869 bereits 18.350 einwohner in guben (ohne militär!), also etwa dem stand von heute! weiter einwohnerzahlen:
1895: 31.183 gubener
1913: 40.236 einwohner
1933: 43.964 bürger/innen in guben
1946: 25.297 nach dem 2. weltkrieg
vor dem 13.08.1961 rückläufige tendenzen bei den einwohnerzahlen > 1.800 kehren der ddr den rücken ... !
1971: 29.607 einwohner
1981: 36.708 gubener und zugezogenen (aber noch ohne @ hymen!)
2010: die negativtendenz steht oben im artikel ...
Doch
von Offener
Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 19.01.2012 18:35 Uhr
Hymen war schon mit bei soweit ich noch weiß (34 Jahre Rucksackgubener).
Eine Kleinstadt
von Lausitzer2
Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 17.01.2012 18:00 Uhr
@Hymen, du liegst schon wieder falsch. Mach dich doch erst mal schlau bevor du deinen Psalm hier immer ablässt.
"Guben wird auf das zurückckgeschrumpft was es einmal vor dem Sozialismaus war, eine Kleinstadt an der Neisse."
Hier kannst du mal nachlesen.
http://www.verwaltungsgeschichte.de/guben.html
Guben war genauso wie Forst eine blühende Industriestadt, Dank der Tuch- und Hutindustrie. Nach dem Krieg rappelte man sich selbst unter soz. Planwirtschaft zu mittlerem Ruhm. Was jetzt passiert ist die Deindustriealisierung ganzer Landstriche. Dagegen kann auch kein BM was machen, weil es nicht in seiner Macht liegt. Egal wie er heißt und welcher Partei er angehört.
BM BB jetzt der Schuldige ?
von Offener
Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 17.01.2012 18:00 Uhr
Hätte im WESENTLICHEN nix die Bohne ausgemacht,glaube ich jedenfalls.
auch er gehört zu den
von go1961
Antwort auf folgenden Beitrag von Offener am 17.01.2012 18:13 Uhr
von kdh gekänzelten, hatte wohl auch seine eigenen visionen und vorstellungen!
leider keine von kdh geklonten!