Gubener Neißestrom hat am 1. März Premiere
Energieversorgung Guben könnte sich in der oberen Hälfte der 100 günstigsten Anbieter platzieren
Guben Noch fehlt Neißestrom im Verivox-Tarifrechner. Anhand der am Mittwoch erstmals herausgegebenen Informationen des Energieversorgers EVG hat die RUNDSCHAU verglichen: Demnach läge der Tarif Neißestrom privat bei einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden auf Rang 40 von 101.
Der Preis sei nicht das Allesentscheidende, sparen aber könnten die Gubener mit der EVG durchaus. „Ziel war ein Strompreis, der pro Kilowattstunde ein Cent günstiger ist als bei dem derzeitigen Grundversorger in Guben. Das haben wir geschafft. Kunden mit einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden Strom können bei uns im Vergleich 25 Euro pro Jahr sparen“, bestätigt Linda Puhl. Die 23-Jährige verstärkt das Vertriebsteam der EVG seit Oktober 2011. Sie hat an der BTU Cottbus Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Energiewirtschaft studiert und ein Faible für den Stromvertrieb entwickelt.
Das kommt nun beiden Seiten zugute: Linda Puhl, weil sie in der Heimat einen Job gefunden hat, der ihr gefällt, und der EVG, weil die Trebendorferin mit ihren Erfahrungen als Werksstudentin im Stromvertrieb im rechten Moment an die Tür klopfte. Beide wachsen nun gemeinsam in den Stromvertrieb hinein. Dabei bedient sich die EVG eines starken Vorlieferanten. „Direkt an der Börse spekulieren wir nicht, mit der Menge würden wir gar nicht zum Handel zugelassen“, so Puhl.
Der Lieferant wurde nach klaren Kriterien ausgesucht: „Solvent muss er sein, stark und zuverlässig und einen Kleinabnehmer wie uns ernst nehmen“, so Schulz. Der Neißestrom-Tarif unterliegt ebenso klaren Kriterien: Auf Wechselboni, mehrjährige Festpreisgarantien und einen Einstiegskampfpreis deutlich unter dem Marktüblichen wurde bewusst verzichtet. „Unsere Karten liegen offen auf dem Tisch. Böse Überraschungen sollen ausgeschlossen sein“, so Linda Puhl.
Das laut Verivox billigste Angebot für Gubener Haushalte mit einem Stromverbrauch von 2500 Kilowattstunden pro Jahr lag am Mittwoch bei 625 Euro und damit 71,75 Euro unter Neißestrom privat. Der teuerste Tarif (777,25 Euro) kostet 80,50 Euro mehr als Neißestrom privat.Wolfram Hey, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, empfiehlt vor jedem Anbieterwechsel folgende Schritte:
Grundpreis und Arbeitspreis des neuen Anbieters vergleichen, „und zwar brutto“.
Die Dauer der Preisgarantie prüfen. „Entscheidend ist die Frage, ob Preisgarantie und Vertragslaufzeit übereinstimmen.“
Prüfen, ob es ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen gibt. „Das ist kein Muss, aber komfortabel.“
Die Kündigungsfristen prüfen. „Wir empfehlen vier Wochen vor Ablauf der Vertragslaufzeit.“
Genau hinschauen, an welche Bedingungen Wechselboni geknüpft sind. „Die sind oft nur einlösbar, wenn man mindestens ein Jahr nicht kündigt, das schließt den Wechsel nach Jahresfrist von vornherein aus.“
Die letzte Rechnungsanschrift auch beim neuen Anbieter angeben. „Das spart Zeit und Nerven, so kommt es nicht zu Irritationen und Zeitverzug, weil statt Herr plötzlich Frau Lehmann Kunde werden will.“
Zum Thema:
Neißestrom privat: Der Arbeitspreis: 24,87 Cent brutto pro Kilowattstunde, Grundpreis: 75 Euro brutto pro Jahr, Vertragslaufzeit: zwölf Monate, Kündigungsfrist: vier Wochen. Wird der Vertrag nicht vier Wochen vor Ablauf der Erstvertragslaufzeit gekündigt, verlängert er sich automatisch. Neißestrom geschäft: Arbeitspreis/kWh: 25,04 Cent brutto, Grundpreis 143,99 Euro/Jahr brutto.
Neißestrom privat: Der Arbeitspreis: 24,87 Cent brutto pro Kilowattstunde, Grundpreis: 75 Euro brutto pro Jahr, Vertragslaufzeit: zwölf Monate, Kündigungsfrist: vier Wochen. Wird der Vertrag nicht vier Wochen vor Ablauf der Erstvertragslaufzeit gekündigt, verlängert er sich automatisch. Neißestrom geschäft: Arbeitspreis/kWh: 25,04 Cent brutto, Grundpreis 143,99 Euro/Jahr brutto.
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Erstellt am: 02. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. Februar 2012, 10:43 Uhr
Autor: Von Beate Möschl

Jüngste Kommentare (17)
Sparen
von Hymen
Wir setzen unseren GRIPS EIN UND SPAREN wo es geht mit Sinn den Strom ein,an uns wird keiner der Lieferanten reich
spare an jedem Cent - koste es hunderte Euro
von Dieter_Buddrus
Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 03.02.2012 15:29 Uhr
Sparen wollten auch die ca. 500 000 Schnäppchenjagd-Kunden von teldafax, nun dürfen einige Tausend dieser auch so klugen Geiz ist Supergeil Sparer ihre Rechnung sogar 3 mal bezahlen: das Geld aus der Vorkasse ist weg, Nachweise sind nicht vorhanden, der Insolvenzverwalter treibt deshalb die offenen Beträge aus den Verträgen ein und der seit Monaten tatsächlich liefernde Grundversorger möchte ja vollig berechtigt auch bezahlt werden. Und hoffentlich denken all diese superklugen Sparer auch daran, wieviele Jahre später noch immer eine ganz böse Überraschung im Briefkasten liegen kann. Teilweise beträgt diese Frist inzwischen 8 Jahre (in Worten Acht).
Kein Argument
von Altanschliesser
Antwort auf folgenden Beitrag von Dieter_Buddrus am 04.02.2012 12:00 Uhr
Dass mal ein Lieferant Pleite geht, ist nichts ungewöhnliches, aber auf dem Strommarkt der bisher einzige spektakuläre Fall und kein grund, bei den üpberteuerten regionalen Lieferanten zu bleiben. Es gibt auch genügend günstige Tarife ohne Vorkasse, selbst mit Preisgarantie für ein bis 2 Jahre. Wer öfter mal den Anbieter wechselt erhält zudem meist einen Bonus, der die Kosten zusätzlich senkt.
Wir sind doch ein Volk von Schnäppchenjägern, warum nicht auch bei Strom und Gas?
warum bitte lügen Sie ?
von Dieter_Buddrus
Antwort auf folgenden Beitrag von Altanschliesser am 04.02.2012 13:49 Uhr
Diese große Pleite auf dem Strommarkt ist bisher keinesfalls die einzige Pleite. Nur lies sich diese große Pleite nicht verstecken. Und viel Spass beim Hopping von einem Anbieter zum nächsten, um die Wechselprämie zu kassieren. Ihr werdet ja selbst merken, wie lange gewisse Versorger den Wechsel sehr ideenreich erschweren und mal ganz nebenbei das EnWG vergessen. Auch ansonsten scheint so mancher Mitbürger nicht wirklich die Gesamtkosten vergleichen zu können.
@ hymen, schon immer pfiffig wie vor fünfzig jahren in der DDR ...
von go1961
Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 03.02.2012 15:29 Uhr
machen in der ganzen wohnung das licht aus und schalten halt das westfernsehen ein, die soll'n doch sehen, wo sie den strom herbekommen
Ich
von Mistral
bezahle bei den Stadtwerken Eisenhüttenstadt 20,99 c/kwh+ zähler. Also bitte....brauch man doch nicht weiter kommentieren. Und für dieses Jahr gab es keine Preiserhöhung!!!!!!
Es gibt einige Stadtwerke
von Dieter_Buddrus
Antwort auf folgenden Beitrag von Mistral am 03.02.2012 08:09 Uhr
die derzeit noch relevant günstiger sind als der neue Reseller aus Guben. Ob allerdings die wechselwilligen Verbraucher auch wirklich ahnen, welche Menge an Verzögerungstaktik Ihr aktueller Versorger zur Verfügung hat? Es sei denn, man wechselt ins gleiche Unternehmen. Deshalb klappt ja auch der Wechsel "zum gelben Strom" zumeist recht gut und schnell. Nur wirklich günstig ist auch der gelbe Strom nicht wirklich.
Auch kommunale Stromversorger sind vor Erhöhungen nicht sicher!
von southpark
„Aufgrund der Erhöhung der Netzentgeltkosten, der Erhöhung der EEG-Umlage sowie der Neueinführung einer Umlage nach § 19 StromNEV wird für den Netzbetrieb der Stadtwerke Schlitz eine Anpassung der Netznutzungskosten 2012 notwendig, welche in der Folge eine Preiserhöhung in allen Tarifen der Stadtwerke Schlitz unabdingbar macht“, so Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer in seiner Begründung der Preiserhöhung am Montagabend.
Quelle: http://tinyurl.com/6pgr49l
Teldafax
von Dieter_Buddrus
Antwort auf folgenden Beitrag von southpark am 02.02.2012 23:23 Uhr
sollte eigentlich allen Schnäppchenjägern und Verehrern von Vorkasse eine ganz dicke Warnung sein. Aber als ich hier vor der bevorstehenden Pleite von teldafax warnte, da gab es ja auch noch einige Forenuser, die da keine Probleme und kommenden finanziellen Verluste sehen wollten. Und offensichtlich sind auch viele Mitbürger einfach nur unfähig die Fallstricke bei Pauschalpaketen zu begreifen. Viele Mitbürger scheitern ja schon am Unterschied zwischen Netzbetreiber, lokaler Grundversorger und Energieversorger - und haben von der Aufsichtsbehörde Netzagentur und deren Wechselvorschriften noch nie etwas gehört.
nur welcher Anbieter lässt seine Kunden schon kampflos wechseln?
von Dieter_Buddrus
Da kann man den Stadtwerken Cottbus ruhig mitteilen, das man Kunde bei Vattenfall ist und bleibt - die Stadtwerkle Cottbus sind auf dem Ohr scheinbar taub. Oh nein: da bekommt der Vattenfall-Kunde gleich mal eine Kundenummer der Stadtwerke und Vattenfall die Info: die Kunde ist jetzt bei uns. Aber bekanntlich gibt es ja auch noch die Netzagentur, wo man sich über derartige Praktiken beschweren kann.
entviaM ist auch so ein Beispiel für Kampfgeist an der falschen Stelle
von Dieter_Buddrus
Antwort auf folgenden Beitrag von Dieter_Buddrus am 02.02.2012 19:38 Uhr
Da bekommt der Kunde vom Netzbetreiber envia schon mal mitgeteilt, dass man seinen neuen Versorger Vattenfall nicht kennt und das man deshalb den Kunden an den alten Versorger - also wieder enviaM - zuordnen muss. Und enviaM weigert sich auch nach 4 Jahren noch immer hartnäckig des Wechsel des Kunden zu akzeptieren und bombardiert ihn mit Werbung. Es soll allerdings auch Mitbürger geben, die reagieren auf soetwas mit der Zustellung einer Unterlassungserklärung oder gleich mit einer Abmahnung. Ich wünsche daher den Gubenern beim Wechseln viel Ausdauer.
die hier aufgezeigten probleme holen uns überall ein, ein paar beispiele gefällig
von go1961
Antwort auf folgenden Beitrag von Dieter_Buddrus am 02.02.2012 19:50 Uhr
telekom:

kündigt nur im jahresschritten (12 monate laufzeit), auch wenn man gar nicht mehr vor ort ist oder die person gestorben ist ...
vodafon:
dito wie oben, mit einem noch oben drauf, wechselnde vodafon-kunden sind für die anderen noch vodafon-kunden nicht mehr telefonisch erreichbar: diese telefonnummer ist nicht vergeben .-(
[color=blue]1 &1:[/i] lassen wir das, wie oben ....
vielleicht vor Unterschrift die Bedingungem genau durchlesen und auch das
von Dieter_Buddrus
Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 03.02.2012 19:29 Uhr
Kleingedruckte im Vertrag lesen? Man hat ja nach Erhalt der Vertrages auch noch immer ein Rücktrittsrecht. Und nebebei kann man sich u.a. auf www.juris.de und auf anderen Seiten dazu die Praxis der Rechtssprechung mal anschauen. Wer natürlich statt für solche wirklich wichtigen Seiten keine Zeit hat und diese Zeit lieber bei facebook, mit der Bild oder bei Soaps verbrennt, der sollte sich bitte hinherher nicht beschweren.
Habt'er
von Offener
ooch richtig jerechnet ?
mit den angebotszahlen liegt der "neißestrom" ...
von go1961
noch unter vattenfall easy privatstrom:
ab 1. februar 2012: 25,10 cent/kWh / grundpreis: 7,50 € / monat
richtig...
von mitleser
Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 02.02.2012 07:29 Uhr
Die Vattenfall-Preiserhöhung ab 01.02. habe ich auch so vorzuliegen, da werde ich mal bei der EVG anklopfen
Vielleicht
von southpark
Antwort auf folgenden Beitrag von mitleser am 02.02.2012 22:56 Uhr
ist Vattenfall der "starke Vorlieferant" :D