Gubener Ganztagsschule mit Europaprojekt
Drei Bildungsabschlüsse an der Oberschule möglich
Guben „Ich freue mich sehr, dass so viele Sechstklässler mit ihren Eltern den Weg in unsere Schule gefunden haben“, fasst Berit Kreisig, Leiterin der Schule, die Resonanz auf den Tag der offenen Tür am Sonnabend in der Europaschule zusammen.
Neben vielen individuellen Angeboten für einen Blick in die Unterrichtsgestaltung von Fächern wie Biologie oder Deutsch wurden den Gästen vor allem die vielen verschiedenen kleinen und großen Projekte der Schule vorgestellt.Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Praxislernen. Es bietet beteiligten Schülern die Möglichkeit, das Arbeitsleben an einem außerschulischen Ort mitzuerleben. Nach intensiven Vorbereitungen und ersten kleinen Erfahrungen in den 7. und 8. Klassen dürfen Schüler in den Jahrgangsstufen 9 und 10 jeden Mittwoch in Betriebe in Guben und Umgebung und dort selbst mit anpacken. Zahlreiche Schülerarbeiten und Infomaterial veranschaulichten Besuchern die erfolgreiche Umsetzung des Projektes. Zudem präsentierte sich die Europaschule als Ganztagsschule. Das Konzept beinhaltet ein sogenanntes „Mittagsband“ – eine 50-minütige Pause nach der 6. Stunde, in der die Schüler zwischen mehreren Beschäftigungsangeboten wählen können. So können sie beispielsweise die Turnhalle zum Tischtennisspielen nutzen und in der Bibliothek lesen oder im Internet surfen. Arbeitsgemeinschaften schließen sich an. Diese dürfen die Schüler frei wählen, müssen dann aber mindestens ein halbes Jahr daran teilnehmen. Die Palette ist groß: Tauchen, Radsport, Boxen, Gesang, Theater oder Kunst – aus rund 20 Angeboten kann gewählt werden. Außerdem beinhaltet das Programm Hausaufgabenhilfe und Förderung. Siegrid Haupt, Klassenleiterin der Klasse 8.3, präsentierte den Gästen der Schule das Comenius-Projekt, ein von der Europäischen Union finanziertes Programm. Es beinhaltet über das Jahr verteilt viele Seminare, die außer in Deutschland auch in Frankreich, den Niederlanden oder in Luxemburg stattfinden und an denen die Europaschüler teilnehmen. „Das Projekt ist äußerst spannend für die Schüler. Ohne Hemmungen gehen sie auf die Teilnehmer aus den anderen Ländern zu. Das ist wirklich schön zu beobachten“, sagt Siegrid Haupt aus ihrer bisherigen Erfahrung heraus. In der Aula wurde auch die Theatergruppe vorgestellt, in die Siebtklässler einsteigen können, sobald sie die Schule besuchen. Die Sechstklässler Tobias und Falco (beide 11) beantworteten die Frage, ob sie ab kommendem Schuljahr die Europaschule besuchen wollen, sofort mit einem lauten „Ja!“. Falco sagt, dass ihm der Physikraum besonders gefallen, Tobias ist von der Hausaufgabenhilfe angetan. „Und außerdem darf man im Matheunterricht einen Taschenrechner benutzen“, fügte er mit einem Lachen hinzu. Schulleiterin Berit Kreisig weist noch einmal darauf hin, dass die Europaschule ein Bildungsangebot für alle Schüler ist: „Neben Real- und Hauptschulabschluss kann man ebenso die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erreichen.“
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Erstellt am: 22. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 22. Februar 2010, 10:40 Uhr
Autor: Sarah Werner

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