Auftakt für neues Landesprogramm in der Alten Färberei / Vorbildfunktion für Städte
Guben
Zur landesweiten Auftaktveranstaltung des Programms „Freiwilligendienste aller Generationen“ (FDaG) 2009 bis 2011 im Land Brandenburg haben sich gestern Freiwillige, Ehrenamtliche und Verantwortliche in der Alten Färberei in Guben getroffen. Viele Gespräche und Vorträge gaben neue Impulse für die Arbeit.
„Es ist eine Ehre für Guben, dass diese Veranstaltung hier stattfindet“, sagte Kerstin Leutert-Glasche, Leiterin des Hauses der Familie in Guben. Gemeinsam mit der Sozialakademie in Potsdam, dem Netzwerk gesunde Kinder, dessen Projektträger in Guben das Naemi-Wilke-Stift ist, und dem Haus der Familie habe man diese Auftaktveranstaltung nicht ohne Grund in die Neißestadt geholt. Laut Horst Weipert, Projektleiter vom FDaG-Kompetenzteam Brandenburg, ist Guben für dieses Projekt etwas ganz besonderes. Viele Netzwerke, Initiativen und tolle Projekte gebe es bereits, „da nimmt Guben durchaus eine Vorreiterrolle in Brandenburg ein. Es ist eine Modellstadt des Engagements.“ Schließlich könnten derartige Veranstaltungen nicht immer nur in den Metropolen stattfinden, wenn es Orte wie Guben gebe, in denen das, worüber man spricht, schon praktiziert werde. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Nähe zu Polen, denn auch in diese Richtung leisteten beide Städte bereits gute Arbeit. Mit den Eröffnungsworten „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ von Erich Kästner traf Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) genau den Inhalt des Projektes. Besonders würdigte er das Haus der Familie, das mit dem Pflegebegleiterprojekt und den Eltern-Kind-Initiativen unverzichtbares bürgerschaftliches Engagement übernehme. Guben fungiere damit als Berater und Begleiter fünf weiterer Bundesländer zum Thema „Bürgerfreundliche Kommune“. Dr. Werner Kammann, Ministerialdirigent des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dankte allen Freiwilligen, „ohne die diese Gesellschaft ein paar Grad kälter wäre“. Er wisse, dass Dreh- und Angelpunkt die Kommune sei. „Dort spielt das Leben, dort weiß man um die Sorgen der Menschen.“
Von den Erfahrungen der Stadt berichtete Hannelore Menzel, Fachbereichsleiterin Soziales in Guben. Mit dem „Lokalen Bündnis für Familie“ gebe es in Guben ein Dach für die vielen Freiwilligen, die sich in Sportvereinen, Jugend- und Senioreneinrichtungen engagieren.
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