Eine Wohngemeinschaft kann bei Demenz eine Alternative zum Pflegeheim sein/ Nachfrage in Guben gering
Guben
Wenn die Erinnerungen ihrer an Demenz erkrankten Verwandten schwinden, suchen Angehörige nach Betreuungsmöglichkeiten. In Guben leben sieben demenzkranke Frauen in einer Wohngemeinschaft.
Im WG-Wohnzimmer ist viel Platz für Gemütlichkeit. Foto: Mathias Klinkmüller Foto: Mathias Klinkmüller
Zwei Einkaufstüten tragend, fährt eine ältere Dame mit dem Aufzug in den vierten Stock der Wohnanlage an der Karl-Gander-Straße. Sie ist demenzkrank. Ihren Namen will sie, wie ihre sechs Mitbewohnerinnen, lieber nicht nennen.
An der Tür wartet lächelnd Heidi Pik. Sie ist eine von sechs Pflegegerinnen die die sieben Mieterinnen 24 Stunden betreuen.
Die Frau mit den Einkaufstüten wirkt völlig normal. „Wenn jede Bewohnerin an einer starken Demenz litte, wäre die Wohngemeinschaft keine Gemeinschaft mehr“, erklärt Heidemarie Quiel (65). Diese betreut die kranken Mieterinnen ehrenamtlich. Die Dame mit den Tüten läuft unterdessen durch den freundlich gelben Flur der Wohnung. Alles sieht auf den ersten Blick so aus, wie in jeder anderen Wohnung auch. Nur ein roter Handlauf schlängelt sich an den Wänden entlang. Bilder von Katzen oder Mohnwiesen geben an den Zimmertüren Orientierung.
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