18. Januar 2012, 00:00 Uhr

Brückenschlag beim Gubener Neujahrsempfang

Einstige Stadtchefs aus Guben und Gubin erinnern an Grenzöffnung 1972/Familie Dreißig geehrt

Guben Beim Neujahrsempfang der Städte Guben und Gubin in der Alten Färberei haben am gestrigen Dienstag die ehemaligen Bürgermeister Joachim Schmidt und Ryszard Pantkowski an das deutsch-polnische Abkommen zum pass- und visafreien Reiseverkehr erinnert, das am 1. Januar 1972 in Kraft trat.

Damals vor 40 Jahren habe der Erfolgsweg zur heutigen Eurostadt Guben/Gubin seinen Anfang genommen, sagte Joachim Schmidt in der festlich geschmückten Alten Färberei vor mehr als 200 Vertretern aus Politik, Kultur und Wirtschaft beider Städte. „Ich erinnere mich noch, als ich 1945 in Gubin als 14-Jähriger von polnischen Begleitern darauf hingewiesen wurde, auf der Straße nicht deutsch zu sprechen“, so Schmidt. Der Stachel des Krieges saß tief, die Stadt glich einem Trümmerfeld. „Doch 1972 ist mit der Grenzöffnung ein neues Kapitel aufgeschlagen worden“, so Schmidt. Gubener und Gubiner seien sich näher gekommen. Sein damaliger Amtskollege Ryszard Pantkowski, mit dem Schmidt seit der Grenzöffnung eine innige Freundschaft verbindet, griff den Faden auf. „Wir leben wieder in einer gemeinsamen Stadt an der Neiße mit Bürgern zweier Nationalitäten.“ Das war auch die Botschaft des zweiten deutsch-polnischen Neujahrsempfangs. Gubins Bürgermeister Bartlomiej Bartczak verwies auf die gemeinsam erreichten Ziele und Großereignisse des vergangenen Jahres wie die Weiterentwicklung des Grünen Pfades, die Landesmusikschultage oder die Fortschritte beim Wiederaufbau der ehemaligen Gubener Stadt- und Hauptkirche. „In Zeiten der europä ischen Krise sind die Bürger an der Neiße der lebende Beweis, wie Integration funktioniert“, so Bartczak.

Friedrich gibt sich die Ehre

Für den humoristischen Höhepunkt sorgte Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro, der in der Verkleidung Friedrichs des Großen mahnende Worte an die Stadt richtete. Als Alter Fritz kommentierte er die Abwesenheit des amtierenden Bürgermeisters mit einem Augenzwinkern und den Worten: „Was soll der Knecht verkünden, wenn ein Monarch sich die Ehre gibt?“ Mit Bezug auf die aktuelle Politik in Guben warnte er: „Entweder der Rat und die Bürgerschaft tolerieren den König oder der König geht in die Geschichte ein und sucht sich ein neues Volk.“ Ansonsten gelte der Spruch: „Drohlärm ist Eselsgeschrei!“

Gubener ausgezeichnet

Sichtlich gerührt zeigten sich Charlotte, Cornelia und Peter Dreißig, als sie sich nach einer Laudatio des stellvertretenden Bürgermeisters Fred Mahro, der das gesellschaftliche Engagement der Unternehmerfamilie hervorhob, in das Goldene Buch der Stadt Guben eintrugen.

Für ihr ehrenamtliches Engagement würdigte Mahro die Gubenerin Doris Held, die sich 20 Jahre für die Schiedsstelle II der Stadt engagiert hat. Außerdem ehrte Fachbereichsleiter Uwe Schulz Gubens langjährigen ehemaligen Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Bennewitz, der mehr als 50 Jahre der Feuerwehr angehörte, sowie dessen Kameraden Kyrill Steinert, der im vergangenen Jahr an 81 Einsätzen teilgenommen hatte. Nach dem offiziellen Teil trafen sich Gubener und Gubiner an der Neißeterrasse und ließen den Abend bei Leckereien aus Deutschland und Polen ausklingen.
Die Ex-Bürgermeister von Guben und Gubin, Joachim Schmidt (l.) und Ryszard Pantkowski, stoßen auf die gute Nachbarschaft an. Foto: rww1 Foto: rww1
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Erstellt am: 18. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 18. Januar 2012, 14:29 Uhr
Autor: Von Jörg Ciszewski

Von Jörg Ciszewski

Jüngste Kommentare (25)

Wer hat Bäcker 30

von figaro

überhaupt vorgeschlagen?
Und werden solche Vorschläge nicht in der SVV beraten?

Zeitgeschichte

von Hymen

Die Zeitgeschichte für Guben bleibt geprägt und erwähnenswert durch die Familie Wilke.
Ein Bäcker, wie es 10 tausende gibt, wird auch durch einen Eintrag ins goldene Buch der Stadt daran nichts ändern.
Es wird ein kleines Gastspiel bleiben und das "große" der Familie Wilke nie erreichen .

Herr Mueller

von Karl-Heinz

Herr Mueller sie haben wahrlich nicht die geringste Ahnung worum
es eigentlich in dieser Sache geht!!
Sie sollten sich besser um andere Angelegenheiten kümmern (Bahn),
- oder lieber doch nicht…….????

Frage?

von Garten36

Waren denn beim Neujahrsempfang auch Personen dabei, die zur Grenzöffnung nach der Wende zwischen Polen und Deutschland den Schlagbaum runter gedrückt hatten, weil sie gegen die Grenzöffnung waren?

Keine Ahnung..

von TORRO

Antwort auf folgenden Beitrag von Garten36 am 18.01.2012 11:02 Uhr

, aber der Häuptling der angetüttelten Truppe von Schlagbaumbremsers steht ja jetzt wohl im Goldenen Buch der Stadt Guben....

Die Zeiten

von Mistral

Antwort auf folgenden Beitrag von TORRO am 18.01.2012 15:32 Uhr

ändern sich halt. Kurze Zeit nachdem der Schlagbaumaktivist, ich glaube ihn auf dem ersten Bilde erkannt zu haben, seinen Unmut über Grenzöffnung u. Co. zum Ausdruck gebracht hatte. Kann ich mich an Polen erinnern, die ca 02:00 Richtung Deutschland gefahren sind, damals noch mit Visum wegen der Arbeiterlaubnis. Selbige verteilten später Pfannkuchen an den poln. Grenzschutz+Zoll. Er hatte zwar gesagt wo er arbeiten war, aber Sie dürfen jetzt alle mal raten.

Hä?

von figaro

Ist Herr Mahro nicht der Schwager zu Familie Dreißig?
Und dann hält er die Laudatio?
Nichts gelernt aus den Ereignissen der letzen Monate?

Abzeichen

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von figaro am 18.01.2012 08:27 Uhr

Herr Dreißig soll doch sogar ein Abzeichen vom Bundespräsidenten bekommen haben wofür weis ich aber wirklich nicht

so ähnlich, @ figaro, ...

von go1961

Antwort auf folgenden Beitrag von figaro am 18.01.2012 08:27 Uhr

aber ohne trauschein! zwinkern
lt. VwVfG, § 20 ff keine auszuschließende person, d.h., ...
er kann und darf ... ! grinsen
hat nichts mit dem angedeuteten anderen thema zu tun!

Trauschein

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 18.01.2012 19:04 Uhr

Ich glaube dass man diesen Fall einem V VG zur Entscheidung vorlegen könnte , denn eine kleine Lücke gibt es bei der Definetion "Beteiligter"

Eine vollständige Ausurteilung dazu.. habe ich nicht gefunden.

Aber wo kein Kläger da kein Richter und meine Semmeln kaufe ich eh im Kaufland aus der Backstation.

Unerheblich

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von stierchen am 19.01.2012 19:21 Uhr

...das ist unerheblich wer die Frostlinge liefert, wenn Mehl Wasser und Hefe drinn ist.
Dann ist der Preis wichtig und das es frisch ist.

Wie Sie sehen wird überall nur mit Meh...l Brot und Brötchen gebacken

@ HYMEN

von stierchen

Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 19.01.2012 21:16 Uhr

Frostlinge? Backen die da etwa nur Tiefkühlkost auf? Ist das nicht vorgefertigter Frischteig?

Fragen

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von stierchen am 19.01.2012 22:58 Uhr

Frag doch einfach mal das Personal die werden Dir eine Antwort geben.

Mir schmeckt es es ist Ofenwarm frischer geht es wohl nicht.
Ich habe bei Ortsbäckern schon viel schlechteres für viel mehr Geld gegessen.

Und mal ganz ganz ehrlich.. der Preis macht es doch bei vielen Dingen lecker , tragbar oder schön.

lass doch diese fiesen fremdwörter, @ hymen: definition

von go1961

Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 19.01.2012 17:04 Uhr

duden, 21. auflage, seite 203 zwinkern
nun komm nicht wieder mit deinem besonderen "duktus" ! abgedroschen!

Vorschrift

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 19.01.2012 17:59 Uhr

Und Sie schreiben hier in dieser Kommentarfunktion vor, wer, wie mit welchem Inhalt was zu schreiben hat ?

Sie irren hier vollständig ! aber das müssten Sie doch alleine merken.
Der guten Ordnung halber, habe ich es Ihnen "oben" aufgeschrieben.

immer das gleiche, @ hymen, ich schreibe dir ...

von go1961

Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 19.01.2012 21:21 Uhr

nichts vor, wollte dich eigentlich nicht korregieren, aber du benutzt fremdwörter zu deiner darstellung, aber weißt oder willst es nicht wissen, wie diese richtig geschrieben werden ... .
wenn du möchtest, kommentiere ich dich demnächst in englisch oder russisch zwinkern

xx

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 19.01.2012 21:40 Uhr

Sie können doch machen was Sie wollen, dsas ficht mich nicht an..ich mache ja auch was ich für richtig halte.
Motzen Sie ruhig weiter

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