40 Hüte und eine goldene Messe-Medaille
Gubener steuern fleißig Zeitzeugnisse der Hutgeschichte bei / Neues Ausstellungsprojekt nimmt Form an
Guben 40 Gubener Hüte, Arbeitszeugnisse, Urkunden, Arbeitsbücher, Broschüren, Zeitungsartikel, jede Menge Fotos und eine Goldmedaille von der Leipziger Messe aus dem Jahr 1985 als Auszeichnung für gute Qualitätsprodukte oder ein Unternehmerhut, der extra zur 750- Jahr-Feier der Wilhelm-Pieck-Stadt-Guben angefertigt wurde. Das ist eine aus Sicht des Projektträgers SWG (Städtische Werke Guben) durchaus beachtliche Ausbeute.
Beigesteuert wurden die Exponate von 30 engagierten Gubenern. Erst Mitte November hatte die SWG im Rahmen des Beschäftigungsprojektes Faust II die Gubener um Unterstützung gebeten. Ziel ist im Stadt- und Industriemuseum eine ergänzende Ausstellung zur Gubener Hutgeschichte zu installieren. Die 16 Mitarbeiter des Projektes wollen dabei nicht nur die Firmen C.G.Wilke sowie den späteren VEB Hutwerke Guben mit einbeziehen, sondern auch die Unterlieferanten und Zweigfirmen beleuchten, wie Projektmanager Diethelm Pagel betont.
Zur Gubener Hutindustrie gehörten auch die Berlin-Gubener-Hutfabrik, die Unternehmen von Berthold Lißner, Otto und Gustav Steinke, Brecht und Fugmann, Anton Fischer sowie Martin Rosenthal und im weiteren Sinne die Maschinenfabriken Wilhelm Quade GmbH sowie Karl Heinze A.G. Über sie sollen mehr Informationen zusammengetragen werden. Die Mitarbeiter haben Fotocollagen bekannter Hutträger verschiedener Hutepochen erstellt und Bilder vom Stammbetrieb des Hutkombinats. Auch damalige Technik soll ab Ende April gezeigt werden. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann die Mitarbeiter von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr in der Grünstraße 20a erreichen oder telefonisch unter 03561 437132.

Jüngste Kommentare (2)
Genau!
von coffins
Was die Experten nicht zustande bringen, daran versuchen sich jetzt ein paar ABM-er. Tolle Idee!
Nehmen wir doch gleich auch unsere vielen HartzIV-ler als Investoren???
Wenn ich sehe, wie lange es dauert und wieviel Leute dabei involviert sind, um am Bahnhof ein Scheißhaus zu etablieren, dann frage ich mich, welche Probleme können wir überhaupt noch lösen.
Projekt Zukunft
von BerndMueller
wäre doch eine Beschäftigungsmöglichkeit, anstatt sich immer an längst vergangenen (nicht unbedingt immer selbst zu verantwortenden) Erfolgen zu laben.