04. Februar 2012, 00:00 Uhr

„Wenn das Klima stimmt, spricht sich das rum“

Gunnar Geilich im RUNDSCHAU-Gespräch über neue Wege für den Fußballnachwuchs

Beim BSV Guben Nord rollt der Nachwuchsfußball. Jugendkoordinator Gunnar Geilich lädt zur Gründung eines Jugendfördervereins für den Fußballnachwuchs der Region ein. Im RUNDSCHAU-Gespräch erklärt er, warum.

Gunnar Geilich, JugendleiterBSV Guben Nord
Herr Geilich, was soll der Förderverein bringen?

Ganz einfach, dass wir uns breiter aufstellen, leistungsbezogen trainieren und trotzdem Spaß haben und noch stärker werden. Und wir sichern uns mit dem Verein die Spielberechtigung im Landesbetrieb, als einfache Spielgemeinschaft wären wir dazu künftig nicht mehr berechtigt. Dies schreibt der Fußballlandesver-band Brandenburg vor.

Wie stark ist der Fußballnachwuchs beim BSV jetzt?

Wir kooperieren seit 2008 mit dem SV Pinnow und zusätzlich seit 2011 mit dem SV Wellmitz. Dadurch haben wir unsere Jugendarbeit neu und breiter aufgestellt. Es trainieren 157 Kinder und Jugendliche bei uns, das Gros aus dem Raum Guben. Wir konnten aber auch aus dem Raum Wellmitz/Neuzelle, Forst und Eisenhüttenstadt Nachwuchs gewinnen. Denn wenn das Klima stimmt, spricht sich das rum.

Und wie entwickeln sich die Junioren-Mannschaften?

Wir haben insgesamt zehn Juniorenteams im Spielbetrieb, das elfte kommt im März mit der F3 hinzu. Dazu kommen zwei Minis mit 30 Kindern unter sieben Jahren aus Pinnow, Wellmitz und Guben. 2007/08 hatten wir gerade mal eine C-Junioren- und eine D-Junioren-Mannschaft. Davor sah es so aus, als würde es gar nicht mehr klappen mit dem Nachwuchs. Ohne Jugendmannschaft hätten die Männer absteigen müssen aus der Brandenburg-Liga.

Wo sind die elf Junioren-Mannschaften aktuell platziert?

Unsere A-Junioren sind Tabellenführer in der Landesklasse, die B-Junioren sind Neunter der Landesklasse. Die C-Junioren stehen auf Rang fünf in der Kreisklasse. Die D1-Junioren sind Erster in der Kreisliga, die D2-Junioren sind Achter in der Liga. Die E1-Junioren sind Zehnter in der Landesliga, die E2 ist Zweiter und die E3 Siebenter der Kreisliga. Auch die F-Junioren liegen mit der ersten Mannschaft ganz vorn in der Kreisliga, die zweite Mannschaft steht auf Platz fünf.

Wie bekommen sie die alle unter einen Hut?

Drei Mannschaften trainieren in Wellmitz, der Rest in Groß Breesen und Guben, angeleitet von mindestens zwei Erwachsenen pro Mannschaft. Zweimal die Woche ist Training angesagt, um Punktspiele erfolgreich zu gestalten. Da ziehen alle Eltern mit. Unseren Platz in Groß Breesen werden wir erneut erweitern müssen. Geplant ist ein neues Großfeld am Baumschulenweg.

Das heißt, sie müssen etwas bieten. Könnte das ein Jugendförderverein besser abgesichern?

Sicherlich ist das auch ein Argument. Aber hauptsächlich soll der Förderverein Aktivitäten bündeln und den Spielbetrieb organisieren und leiten für alle Jugendabteilungen der drei Vereine.

Wo bleibt da die Identität der kooperierenden Vereine?

Die Jungs bleiben Mitglied in ihren Vereinen, spielen aber für den Jugendförderverein. Weiterhin kann sich durch die Vielzahl der Mannschaften jeder Spieler, ob mehr oder weniger talentiert, im Spielbetrieb entwickeln. Wobei jedem Team die selbe Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Bis wann soll der Verein stehen?

Anfang Mai, wenn die Mannschaften auf Landes- und Kreisebene für die Punktspiele gemeldet werden, muss die Vereinsgründung schon vollzogen sein.

Versteht sich die Initiative als Signal für die gesamte Region?

Warum nicht, der 1. FC Guben hat auch eine Jugendabteilung und zusammen kann man nur noch stärker werden. Wir sind für alles offen.

Mit Gunnar Geilich

sprach Beate Möschl

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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:32 Uhr
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Jüngste Kommentare (9)

Fördermittel ?

von Hymen

Gibt es da von einer Stelle aus Deutschland oder der EU etwa Fördermittel ?

die rückläufigen geburten rund um guben, ...

von go1961

Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 04.02.2012 15:34 Uhr

sind hier der motor des handelns und da, so bin ich gleicher meinung, müssen neue wege gegangen werden!
die anzahl von talenten muss gebündelt werden und die vereine sollten heute schon noch mehr aufeinander zugehen ... !
geld ist zwar ein sehr, sehr wichtiger faktor, lieber @ hymen,
aber das persönliche, unentgeltliche arrangement aller beteiligten spielt wohl hier die hauptrolle

Hauptrolle

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 07.02.2012 07:21 Uhr

Herr Geilich übernimmt ja nun die Hauptrolle , ich werde mich darum nicht streiten. Ob es um TALENTE geht wage ich zu bezweifeln, vielmehr sollte es doch um eine sinnvolle Beschäftigung gehen.
Ich bin da aber sehr optimistisch was die Vereine betrifft , denn die ..... sind ja Profis bei der Vereinsgründung, vielleicht fällt ja der eine oder andere Arbeitsplatz ab.

Das letzte "Talent" welches ich kenne und welches aus Guben kam, war Wilhelm-Pieck.

KDH

von Hymen

Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 04.02.2012 15:34 Uhr

KDH hatte ja ganz schön zu tun mit den Vereinen in Guben um den Geldfluss an öffentlichen Mitteln einzudämmen.

Aber wenn diese Unternehmer Ihre Geldbörsen aufmachen ist ja alles ok, beim Heizöl soll ja ordentlich verdient werden wenn man sich so die Preise anschaut.

PS:
KDH ist aus dem Urlaub zurück , bei der Kälte warm anziehen grinsen

2. versuch: rot scheint die modefarbe der saison zu sein, @ hymen, ...

von go1961

Antwort auf folgenden Beitrag von Hymen am 06.02.2012 07:47 Uhr

er, der bm kdh, trägt rot, wie seine hausmeister ...

nicht aus dem zusammenhang, kdh wurde nach ...

von go1961

Antwort auf folgenden Beitrag von go1961 am 06.02.2012 09:32 Uhr

seinem urlaub in guben gesichtet, mit roter jacke zwinkern

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