29. September 2009, 00:00 Uhr

Zweistellige Ergebnisse für Rechte in Döbern-Land

Ortsbürgermeister können sich Wahlverhalten auf den Dörfern nicht erklären

Döbern In Preschen, Jerischke, Groß Schacksdorf, Simmersdorf, Jocksdorf und Hornow hat die rechtsextreme NPD am Sonntag bei Bundes- und Landtagswahlen im Amt Döbern-Land in den Erst- beziehungsweise Zweitstimmen zweistellige Wahlergebnisse einfahren können. Bei der Suche nach Erklärungen tun sich die Ortsbürgermeister schwer.

„Das sind Frustwähler, anders kann ich mir das nicht erklären“, kommentiert der Preschener Bürgermeister Bernd Rosmej die über 15 Prozent Stimmen für den NPD-Landtagswahl-Kandidaten. Nicht viel weniger Stimmen bekam im landwirtschaftlich geprägten Preschen der Bundestagskandidat der Rechtextremen und die Partei insgesamt bei den Zeitstimmen auf Bundes- und Landesebene. Rosmej ist außerdem aufgefallen, dass die Partei im Dorf mit Abstand die meisten Plakate aufgehängt hat. Auch das mag ein Grund sein.

Noch betrübter als Rosmej zeigte sich Wolfgang Katzula, Bürgermeister der Gemeinde Groß Schacksdorf/Simmersdorf. „Wir hatten hier noch nie ein zweistelliges Ergebnis für die NPD.“ Katzula führt die Arbeitsmarktsituation an.  „Es gibt bei uns viele Pendler, Billiglöhner auf Montage und Hartz IV-Empfänger.“ Da baue sich Frust gegenüber den etablierten Volksparteien auf, die aus Sicht vieler Wähler nichts zur Verbesserung dieser Situation beigetragen hätten.

Die Kommune könne nur wenig tun, so Katzula weiter. Ein paar Arbeitsplätze im Kindergarten zur Verfügung stellen, versuchen über Vereine und Einrichtungen Einfluss zu nehmen auf die Jugendlichen.
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Erstellt am: 29. September 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 01. Juli 2010, 17:45 Uhr
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