Wind-Bürgerinitiative soll vor Landtagsausschuss sprechen
Einladung zu Anhörung im Zuge der Energiestrategie
Forst Die Bürgerinitiative „Ja zu Windenergie! Nein zu Windrädern im Wald“ aus dem Spree-Neiße-Kreis soll am Mittwoch, 8. Februar in Potsdam vor dem Wirtschaftsausschuss des Landtages sprechen.
Gemeinsam mit 34 Experten und Vertretern anderer Bürgerinitiativen sind zu einer Anhörung im Rahmen der Energiestrategie 2030 der Landesregierung eingeladen. Eine entsprechende Einladung erhielten die Mitglieder der Bürgerinitiative in den vergangenen Tagen.
Auslöser für die Einladung war ein offener Brief, den der Forster Rechtsanwalt Peter Böhner im Namen der Bürgerinitiative an die Landtagsfraktion der SPD geschickt hatte. Darin hatten sie die Landtagsabgeordneten um Unterstützung gebeten und zugleich auf die Gefahren hingewiesen, die aus ihrer Sicht drohen, wenn große Windparks in Waldgebiete gebaut werden – wie etwa bei Jerischke.
„Wir halten den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien für sinnvoll und notwendig“, heißt es im Antwortschreiben des SPD-Sprechers Ralf Holzschuher. „Um dieses Ziel zu erreichen, ist auch die Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern in Betracht zu ziehen. Selbstverständlich sollten solche Projekte im Einzelfall sorgfältig geprüft werden“, schreibt Holzschuher.
Die Bürgerinitiative hat bereits 200 Unterschriften gegen den geplanten Windpark bei Jerischke gesammelt. Es gehe aber nicht darum, die Windkraft generell zu blockieren, betont Böhner. „Wir wollen auf die Gefahren hinweisen und konstruktiv bei der Suche nach Lösungen mitarbeiten“, so Böhner. Deshalb werde man auch die Einladung nach Potsdam annehmen.

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