Vom Städtebaulichen Wettbewerb und Aladins Wunderlampe
Forst „Wo sollen die Leute denn hin?“, brannte es einem Bürger auf der Zunge. Ursprünglich hatten Stadtverwaltung und Forster Wohnungsgesellschaft (FWG) am Mittwoch zur Informationsveranstaltung bezüglich des Städtebaulichen Wettbewerbs in den Forster Hof geladen.
Eine Rentnerin, die erst wenige Jahre in ihrer Wohnung haust und sich alsbald neu orientieren muss, nannte den Vorgang „eine Frechheit“. Dass sie womöglich solange warten muss, bis der Abriss im Jahr 2016 auch bei ihr Station macht und die FWG erst dann ihren Umzug betreut, findet sie beunruhigend. „Da kann ich ja gleich auf den Friedhof gehen“, sagte sie. FWG-Chef Uwe Engelmann warb dagegen für Geduld. Man wolle sich anständig um alle Mieter kümmern und das brauche Zeit: „Wir haben nicht Aladins Wunderlampe.“
Nach über einer Stunde wurde dann doch noch konstruktiv über die Neugestaltung etwaiger Grünflachen gesprochen. Denn wenn der Wettbewerb zur Aufwertung der Innenstadt erstmal läuft, dürfen keine Anregungen mehr entgegengenommen werden. Dabei wurde unter anderem ein Hundespielplatz gefordert. „Immer, wenn ich meinen Hund von der Leine lasse, muss ich zehn Euro bezahlen“, sagte eine Bewohnerin. Ferner könnte eine Freilichtbühne für mehr Attraktivität sorgen und auch stadtgeschichtliche Themen wie die Schwarze Jule sollen in die Umgestaltung integriert werden. Bis Ende Februar können Forster Bürger der Stadtverwaltung noch Vorschläge unterbreiten.
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Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 10:32 Uhr
Autor: swr1

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