08. Februar 2012, 00:00 Uhr

Verbund plant erneut Parkseminar in Brody

Im März wollen Deutsche und Polen für die Wiederherstellung des Parkes am früheren Brühl-Sitz arbeiten

Forst Mit dem 3. Parkseminar in Brody (Pförten) geht die Aufwertung der Parkanlage des Europäischen Parkverbundes in eine neue Runde. Bei dem zweitägigen deutsch-polnischen Arbeitseinsatz im März geht es um die Herstellung neuer Sichtachsen und um Geheimnisse alter Wegführungen.

„Die Zusammenarbeit passt.“ Das ist der Satz, den der Forster Verwaltungsvorstand Sven Zuber sofort sagt, wenn es um das deutsch-polnische Parkseminar zur Aufwertung des Schlossparkes Brody geht. In diesem Jahr soll es erneut am 16. und 17. März mit allen Partnern ein Parkseminar geben. Dabei hoffen alle Beteiligten auf einen ähnlichen Erfolg wie im Jahr 2009, als 400 Leute als Helfer beteiligt waren. „Allerdings dauerte das Seminar damals drei Tage“, setzt Zuber die Veranstaltung ins Verhältnis.

Die fachliche Leitung hat der Parkleiter des Branitzer Parkes in Cottbus, Claudius Wecke, in der Hand, der die historische Bedeutung der Anlage wenige Kilometer nordöstlich von Forst herausstellt: „Durch seinen Besitzer, den späteren sächsischen Premierminister Heinrich von Brühl (1700 - 1763), und durch Besuche des polnischen Königs und sächsischen Kurfürsten August III. war Pförten einst in ganz Polen und Sachsen bekannt.“ Mit der Aufwertung der Anlagen soll Brody als Anziehungspunkt innerhalb des Parkverbundes aufgewertet werden. Dafür haben sich die Macher ganz konkrete Ziele gesetzt und laden alle Interessierten zum Einsatz ein.

An der Orangerie soll der Weg zum Gebäude wieder freigelegt werden. Laut Sven Zuber komme dann der Alleebestand wieder besser zur Geltung.

Das ehemalige Teehäuschen ist ein weiterer Schwerpunkt bei der Arbeit des dritten Parkseminars. „Früher gab es von dort eine gute Sicht zum Pförtener See“, erklärt Zuber. Deshalb soll die Sichtachse in diese Richtung wieder hergestellt werden.

Das Südboskett – das Lustwäldchen des barocken Gartens – ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt. Hier soll nach Angaben von Claudius Wecke eine Sichtachse zum Schloss geöffnet werden.

Gartenarchäologische Untersuchungen an historischen Wegstrukturen ergänzen das Aufgabenfeld des Parkseminares. Unter Leitung des Archäologen Jens Lipsdorf ist geplant, alte Wege und deren bautechnischen Aufbau zu untersuchen. „Wir haben das 2011 schon einmal in Branitz gemacht. Dabei gab es einige Überraschungen“, erinnert sich Lipsdorf. Die Anlage der Wege in den Epochen sei so im Nachhinein zu rekonstruieren.

Alle Beteiligten hoffen auf ähnlich viele Helfer wie beim ersten Parkseminar.

Anmeldungen für den Arbeitseinsatz sind unter Telefon 03562 989109 oder im Internet unter www.pfoerten.wordpress .com möglich.

 

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Neben dem Arbeitsprogramm ist auch ein kulturelles Rahmenprogramm für das Wochenende vorgesehen. So sind unter anderem Vorträge über die Familie von Brühl mit Christine Gräfin von Brühl und ein Vortrag über Friedrich Aloys Graf von Brühl von Juliusz Dudziak vorgesehen. Zudem soll der gerade wiederentdeckte „Film der Stadt Forst“ mit einer Sequenz von Pförten von 1928 aufgeführt werden. Dazu gibt es einen Vortrag des Forster Stadtarchivaren Jan Klußmann.
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Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Februar 2012, 16:08 Uhr
Autor: Von Jan Selmons

Von Jan Selmons

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