02. Februar 2012, 00:00 Uhr

Monat Januar mit zwei Gesichtern: zu nass und zu mild

Hochdruckgebiet bringt dafür einen kalten Februar

Forst Betrachtet man das Januarwetter der vergangenen Jahre, dann gehört dieser Monat nicht zu denjenigen, bei dem man mit 30-Tages-Vorschauen punkten konnte. Der Januar 2012 bestätigte diesen Trend eindrucksvoll.



Nach alter Überlieferung soll an einem 25. Januar Saulus zu Paulus bekehrt worden sein und der halbe Winter war vorbei.

Für den bisherigen Winter 2011/2012 kam man eher zu dem Schluss, dass er erst Ende Januar begann.

Fast wäre der letzte Monat ja komplett ins Wasser gefallen, denn nach dem nassen und milden Grippewetter stellte sich erst in der letzten Woche trockenes und kaltes Winterwetter in der Lausitz ein. Das Jahr begann so, wie das alte geendet hatte: ungewöhnlich mild. Temperaturen bis 11,7 Grad am 2. Januar, nachts ging es kaum unter den Gefrierpunkt. Dabei war es meist trüb, regnerisch und windig, die Sonne zeigte sich kaum. Die insgesamt gemessenen 93,5 Millimeter Niederschlag bedeuten mehr als 200 Prozent der ortsüblichen Regenmenge für die Lausitz. Felder und Wiesen standen unter Wasser. Erste Hochwassermeldungen beunruhigten die Menschen. Dann drehte der Wind auf Ost und trockene Festlandsluft brachte Kälte und Sonne.

Insgesamt gesehen war der Januar nicht nur zu nass, sondern auch zu mild. Der Mittelwert lag bei +1,47 Grad. Es gab 13 Frost- und fünf Eistage, wobei der Tiefstwert am 31. Januar mit minus 12,4 gemessen wurde. Da der Frost mangels schützender Schneedecke ungehindert in den Boden eindringen konnte, ist neben Bruchschäden an Wasserleitungen auch mit Spätfolgen an Ackerkulturen und ausgetriebenen Frühjahrsblühern zu rechnen.

Das derzeitige kräftige Hochdruckgebiet über Nordosteuropa verspricht einen kalten Februar.
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Erstellt am: 02. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. Februar 2012, 10:35 Uhr
Autor: Heido Briesemann/hib1

Heido Briesemann/hib1

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