"Loch" in der Chronik nicht zulassen
Die Erforschung und Aufarbeitung der Senftenberger Historie soll zukünftig vor allem durch die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Stadt- und Industriegeschichte“ des Fördervereins des Museums der Kreisstadt vorgenommen werden.
Dazu werde auch eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen angestrebt. Ein direkter Stadtchronist ist vom Förderverein wie auch vom Museum selbst nicht vorgesehen.
„Es herrscht noch sehr viel Dunkel über verschiedenen Abschnitten unserer Stadtgeschichte“, hat Georg Messenbrink, Vorsitzender des Fördervereins des Kreismuseums in Senftenberg, festgestellt. Selbst die jüngste Historie, zum Beispiel das Ende des Zweiten Weltkrieges oder der 17. Juni 1953 in der Kreisstadt, sei bislang nur sehr einseitig aufgearbeitet worden. Zudem sei das Literaturangebot zur Senftenberger Stadtgeschichte nach 1945 dürftig ausgefallen. Auch dort gebe es Nachholbedarf.
Darüber hinaus ist laut dem Fördervereinschef durch den Tod von Stadthistoriker Werner Forkert im Sommer 2008 ein großes Loch in die Aufarbeitung der lokalen Historie gerissen worden. Sehr oft seien besonders Schüler und geschichtlich interessierte Bürger mit ihren Fragen zu ihm gegangen und hätten jederzeit ein offenes Ohr gefunden.
Erstellt am: 30. November 1999, 00:00 Uhr
Geändert am: 17. März 2011, 06:28 Uhr
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