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Forst

Lange Mängelliste für Friedrichshainer Kita

Felixsee Dringend erforderlich, aber auch teuer ist die Sanierung der Kindertagesstätte in Friedrichshain. Die Amtsverwaltung Döbern-Land will jetzt auf die Suche nach Fördermitteln gehen.

30.07.2010


»Die komplette Elektroverteilung im Keller der Friedrichshainer Kita ist kaum noch tragbar«, sagt Angelika Metag aus dem Fachbereich Bauen, Gebäude- und Liegenschaftsmanagement. Dass die »Schlumpfenvilla« nur Schritt für Schritt saniert werden kann, ist seit Jahren bekannt. Die Gemeinde Felixsee hat nicht viel Geld. Bürgermeister Peter Rabe (SPD) will die fünf Ortsteile möglichst gleichberechtigt behandeln. »Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II konnte ja schon einiges in der Einrichtung geschafft werden«, sagt Angelika Metag. Im Vorjahr wurde die Außenfassade saniert, der Krippenbereich hat einen Anbau bekommen, eine Fußbodenheizung wurde eingebaut. Bereits im Jahr 2007 war das Dach erneuert worden. Und nach in diesem Jahr soll der Keller trocken gelegt werden, so die Sachbearbeiterin.

Doch die Mängelliste der Villa, die seit 1946 als Kindereinrichtung genutzt wird, sei noch lang. »Die Sanitärbereiche müssen saniert und die brandschutztechnischen Auflagen abgearbeitet werden. Die Keller- und die Geschossdecke brauchen eine Wärmedämmung. Auch der Außenbereich soll verändert werden. Die Eingangstreppe weist inzwischen größere Mängel auf. Der Spielplatz müsste neu gestaltet werden - dort besteht der Wunsch, eine Rollerstrecke einzufügen. Und auch die Parkflächen sind immer noch unbefestigt«, zählt Angelika Metag auf. Nach einer Kostenschätzung, die der Amtsverwaltung vorliegt, würde das die Gemeinde als Träger dieser Kita 292 202 Euro kosten. »Da das die Gemeinde aber nicht aufbringen kann, wollen wir jetzt als Amtsverwaltung erneut Fördermittel für die Kita beantragen«, sagt die Sachbearbeiterin. Dazu brauche sie aber die Zustimmung der Gemeindevertreter. Die waren angesichts der Fakten betroffen. Der Klein Loitzer Abgeordnete Martin Bleidießel (SPD) hatte die Kosten im Kopf überschlagen: »Bei dieser Summe von 292 202 Euro und einem gegenwärtigen Fördersatz von 75 Prozent komme ich auf einen Eigenanteil von rund 74 000 Euro. Auch das will erst einmal gestemmt sein.« »Aber es können nicht alle Maßnahmen auf einmal erledigt werden, es wird weiter nur Schritt für Schritt vorangehen«, sagt Peter Rabe. »Und wenn es wirklich schon im nächsten Jahr mit Fördermitteln klappt, dann haben wir Glück«, so Angelika Metag.

Dass aber nichts auf die lange Bank geschoben werden muss, hofft der Bürgermeister. Schließlich freuen sich die Friedrichshainer auf Zuwachs aus Wolfshain, wo die Kita »Bienenschwarm« geschlossen werden soll.


Annett Igel
 
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