04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Händler wollen sonntags häufiger öffnen

Votum der Forster Stadtverordneten soll Weg für weitere Sonntagsöffnungstage freimachen / Aktionen geplant

Forst Der Wegzug und Leerstand bei den Einzelhändlern in der Forster Innenstadt ist nicht zu übersehen. Doch damit will sich der Gewerbeverein nicht abfinden. Gemeinsam mit der Stadt plant er Aktionen, um das Stadtzentrum für die Kunden attraktiver zu machen. Nun soll eine Beschlussvorlage ins Stadtparlament eingebracht werden, damit an mehreren Sonntagen im Jahr Läden geöffnet werden können.

„Es herrscht eher gedrückte und gedämpfte Stimmung bei den Händlern“, sagt Gewerbevereins-Chef Andreas Wolff. Doch Pessimismus bringe niemanden weiter. „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“, erklärt der Gewerbevereins-Chef. Deshalb soll mit Aktionen der Händler im Jahr 2012 wieder Schwung in die Innenstadt gebracht werden. Im Gespräch ist dafür auch, an mehreren Sonntagen im Jahr zu öffnen und das mit gemeinsamen Aktionen zu begleiten. Dazu ist jedoch eine Änderung der ordnungsbehördlichen Verordnung notwendig, wie Wolff erläutert. Damit die Stadtverordneten darüber abstimmen können, soll nun eine entsprechende Vorlage erarbeitet werden. Laut Ladenöffnungsgesetz können Geschäfte an bis zu sechs Sonn- und Feiertagen öffnen.

Innenstadt-Händlerin Katrin Malke ist überzeugt, dass eine solche Aktion etwas bringen würde. Wichtig seien jedoch gemeinsame Aktionen, „weil wir sonst die Leute nach Cottbus schicken“, spitzt Malke das Problem der Forster Händler zu. Sie habe bisher von einer ganzen Reihe von Händlern Zustimmung für die Pläne bekommen. „Ich glaube, dass viele mitziehen würden“, führt Händlerin Katrin Malke aus.

Kathleen Hubrich bekommt als City-Managerin viel von der Stimmung bei den Händlern mit. So sei das Weihnachtsgeschäft sehr durchwachsen gewesen. Hubrich befürchtet, dass sich nach schwierigen Phasen „negative Grundeinstellungen multiplizieren“. Doch es passiere auch etwas.

Am 30. März ist der Frühlingsmarkt um die Stadtkirche geplant – mit regionalem Handwerk, besonderen Angeboten und Programmen wie Modenschauen bei den Händlern.

Das Mitternachtsshopping läuft in diesem Jahr zusammen mit dem Landesschützentag am 22. September. Der Gewerbeverein sieht darin die Chance, einen ähnlichen Erfolg zu landen wie bei der Aktion im vergangenen Jahr.

Dem Leerstand soll entgegengewirkt werden. So werden in verwaisten Geschäften beispielsweise Ausstellungen angeboten. Auch eine vom Jobcenter des Landkreises finanzierte Modellbauwerkstatt zieht in ein leer stehendes Ladenlokal ein.

Andreas Wolff hofft nun auf die Mitarbeit der Händler. Die Termine zu den Vorschlägen will er bis zum 10. Februar sammeln, um eine entsprechende Vorlage fürs Stadtparlament vorzubereiten.

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Zum ThemaLaut Stadtentwicklungskonzept gibt es in Forst derzeit 195 Betriebe des Ladeneinzelhandels und –handwerks. 66 Betriebe mit einer Verkaufsfläche von 13 925 Quadratmetern können dem Nahrungs- und Genussmittelbereich zugeordnet werden. Auf den Nichtlebensmittelbereich entfallen 129 Betriebe mit einer Verkaufsfläche von 21 505 Quadratmetern. Die Durchschnittsgröße liegt bei 180 Quadratmeter – das ist unterhalb des Bundesdurchschnitts von 240 Quadratmetern je Betrieb.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 02:45 Uhr
Autor: Von Jan Selmons

Von Jan Selmons

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