Forst ist bundesweit Spitze beim Gesundheits-Unterricht
Forst ist bundesweit Spitze bei der Teilnahme am Unterricht für Gesundheitsvorsorge
Forst Das ist deutschlandweit einmalig: Alle Grundschulen der Stadt sind erfolgreich in das Projekt zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung Klasse2000 integriert. Jetzt hat Forst das erste Mal Bilanz gezogen. Ergebnis: Spielendes Lernen mit Maskottchen Klaro, Familie Milli Milch und Schleck kommt an.
In Sachen Chips und Salzstangen heißt das laut Kohlbacher: „Es ist auch in Ordnung, wenn man bei einem gemütlichen Abend mal Chips isst.“ Vermittelt werde jedoch, wieviel Raum so etwas bei der Nahrung einnehmen könne. Dazu gibt es auch Nahrungspyramiden, in denen Familie Milli Milch und Familie Schleck über gesunde Ernährung aufklären. Dass Klasse2000 in Forst funktioniere, sei einem Initiativkreis von vielen Mitgliedern aus Wirtschaft, Bankenwesen, Vereinen und Krankenkasse zu verdanken, erklärt Sven Zuber, Verwaltungsvorstand für Service, Bildung und Personal. Er nennt das ein Patenschaftsmodell, an dem sich letztlich noch die Stadt Forst beteiligen müsse. Das sei so beschlossen worden und habe sich bewährt: Die Kosten halten sich nach Angaben Zubers in Grenzen. Pro Klasse seien im Jahr 240 Euro Gebühren zu bezahlen. In den kommenden Jahren sogar nur noch 220 Euro. Dafür gibt es ein Programm, das im Sachkundeunterricht angekoppelt ist. Karin Baar: „Die Gesundheitsförderer kommen dreimal im Jahr.“ Dazu gebe es dann jeweils fünf bis sechs Stunden zu einem bestimmten Thema. In Forst kommen derzeit 271 Schüler in insgesamt 14 Klassen in den Genuss des Unterrichts. Dass alle Grundschulen dabei sind, sei „deutschlandweit einmalig“, sagt Sven Zuber. Karin Baar bestätigt das. Es sei interessant, sich die Ergebnisse des Unterrichts in dieser Breite anzuschauen. Studien bestätigen den Erfolg des Projektes in anderen Bundesländern (siehe Hintergrund). Sven Zuber ist deshalb überzeugt: „Die Kosten sind verschwindend gering im Vergleich zu den zu erwartenden Auswirkungen.“
Karin Baar erklärt: „Kinder haben noch keine Suchtmuster ausgebildet.“ Genau da setze das Programm an. Durch das Spielerische beim Lernen würden zudem Brücken eingerissen. Denn nicht nur die Neugier der Kinder werde bedient – auch die Lehrer könnten etwas mitnehmen, und die Eltern. Ein Kind sagt beim Spiel mit dem Atemtrainer, bei dem ein Bällchen durch Pusten in der Luft gehalten werden muss: „Mein Papa kann so etwas nicht, der muss vom Rauchen immer husten.“ Die Teilnehmerbreite der Forster Schulen spiegelt sich nun auch im offizie llen Werbematerial von Klasse2000 wieder. Wie Karin Baar bestätigt, sind in den offiziellen bundesweiten Prospekten Bilder aus der Lausitz verwendet worden – mit Forster Grundschulkindern im Rosengarten.
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Erstellt am: 02. Dezember 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. Dezember 2009, 09:35 Uhr
Autor: Von Jan Selmons

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