06. Februar 2012, 00:00 Uhr

Fast jede Woche im Einsatz

Döberner Feuerwehr zieht Jahresbilanz / Amtsdirektor lobt ehrenamtliches Engagement

Döbern Die Döberner Feuerwehr ist „eine fast staatstragende Einrichtung“ - dieses Lob hat den Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung am Freitag Amtsdirektor Günter Quander (parteilos) gespendet. Zu 53 Einsätzen wurden die Feuerwehrmänner und -frauen im Jahr 2011 gerufen. Doch sie haben sich nicht nur dem „Retten, Bergen, Löschen und Schützen“ verschrieben, sondern sind auch eine unentbehrliche Stütze des Kulturlebens.

Der Döberner Ortswehrführer verliest den Jahresbericht. Foto: aha1 Foto: aha1
Insgesamt 53 Mal schrillte die Sirene, riefen die Piepser die Döberner Kameraden im Vorjahr zum Einsatz. „Weiterhin haben 57 Kameraden an insgesamt 18 Schulungen und Ausbildungen auf Landes-, Kreis- und Amtsebene teilgenommen“, berichtete Ortswehrführer Detlef Pult.

Deutlicher Rückgang

Bei den Einsätzen zeichnete sich im Vergleich zu den 95 Einsätzen im Jahre 2010 ein beachtlicher Rückgang ab, der vor allem dem kühlen und regnerischen Sommer geschuldet war. Doch nicht nur die Gesamteinsatzzahl sank, sondern auch die Mitgliederzahl. Insgesamt 93 Feuerwehrleute gehören der Freiwilligen Feuerwehr Döbern an, darunter sind 34 aktive Kameraden (2010 waren es 39), 17 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, 24 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, sieben Feuerwehrkids und elf Angehörige des Feuerwehrspielmannszugs. Wertvolle Unterstützung gewähren die 44 Mitglieder des Fördervereins.

Sieben Waldbrände

Die meisten der 18 Brände, zu denen die Döberner Wehr gerufen wurde, konnten als Kleinbrand eingestuft werden. Darunter nahmen die sieben Waldbrände eine Spitzenposition ein, gefolgt von drei Schuppenbränden, drei Ödlandbränden, zwei Bränden in Gebäuden und einem Wohnungsbrand. Auch die Anzahl der Technischen Hilfeleistungen sank im Vergleich zum Jahr 2010 von 53 auf 27 Alarmierungen.

Obwohl auch die Zahl der Verkehrsunfälle erheblich zurückging, erhöhten sich deren Schweregrad und die Verletzungen der Unfallbeteiligten stark. Drei Unfallopfer konnten nur noch tot geborgen werden. Eine Entwicklung, die die Einsatzkräfte vor erhebliche psychische Belastungen stellte.

Fünfmal retteten sie auch „Personen in Not“. Dazu zählte ein Sturz aus großer Höhe doch ebenso Türöffnungen für Döberner Einwohner, die unvermutet ihr Heim nicht mehr betreten konnten sowie die Rettung eines Kindes von einem Hochstand, den es selbst erklommen hatte.

„Besonders hoch ist im Vergleich zu den Vorjahren auch die Zahl der Ölspuren auf Straßen, die durch die Feuerwehrangehörigen abgestumpft wurden“, zog der stellvertretende Ortswehrführer Robert Pult Bilanz. Einen erheblichen Rückgang habe es bei der Zahl der Fehlalarme gegeben.

Doch auch bei kulturellen Brandplätzen steht die Wehr stets an „vorderster Front“. Auch im vergangenen Jahr organisierten sie das Osterfeuer in der Stadt, stellten den Maibaum auf, luden zum Tanz in den Frühling ein, organisierten den traditionellen Mai-Appell mit Frühschoppen und sorgten dafür, dass das Biker- und Countryfest auf dem Feuerwehrfestplatz ein Höhepunkt für ihre Mitbürger wurde.

Erstmals fand im vergangenen Mai der Tag des Retters statt, dem weitere Wiederholungen folgen sollen. Richtig krachen ließen es die Feuerwehrmänner und -frauen jedoch beim mittlerweile vierten Oktoberfest auf den Feuerwehr-Wiesn.

Dank und Respekt sprach Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) den Ehrenamtlichen aus, ebenso wie Amtsdirektor Quander. „Solange dieses Ehrenamt bewusst wahrgenommen wird, werden wir es unterstützen“, versicherte dieser „den Leistungsträgern des Brandschutzes im Amt Döbern-Land“.
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 09:55 Uhr
Autor: Von Angela Hanschke

Von Angela Hanschke

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