Erinnerungen beim Volksfest am Klinger See
Alte Gutsglocke läutete erstmals elektrisch / Fotoausstellung des Heimatvereins gezeigt
Klinge Das inzwischen achte Volksfest am Klinger See haben am Samstag viele Besucher, darunter zahlreiche ehemalige Einwohner des devastierten Ortes, gefeiert, die nun durch den Tagebau im ganzen Land verstreut wohnen. Organisiert hatte das Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, der Heimatverein Klinge.
Ein Anziehungspunkt der besonderen Art war erneut die Fotoausstellung des Heimatvereins, die im Zelt auf dem Sportplatz gezeigt wurde. Gleich am Eingang zog die Nachbildung der Fahne des Radfahrervereins „Staubwolke Klinge 1922“ alle Blicke auf sich. Das Prachtstück, das von den Frauen des Heimatvereins nach einer fotografischen Vorlage erstellt wurde, verfügt nun auch wieder wie vor rund 90 Jahren über Kordeln und Fransen, die in der Forster Posamentenmanufaktur hergestellt wurden. „Jetzt ist sie komplett“, erklärte Bernd-Rainer Ackermann und ergänzt: „Wenn es unsere Finanzen zulassen, soll die Fahne aus Seide neu entstehen“.
Stolz sind die Organisatoren auch darauf, dass die weit über tausend Aufnahmen umfassende Fotodokumentation weiter angewachsen ist. „Inzwischen sind alle einstigen Häuser und Grundstücke von Klinge komplett erfasst“, sagte Waltraud Laugksch vom Heimatverein, die am Samstag die Tombola betreute, deren Einnahmen weiteren Vorhaben des Vereins zugutekommen.
Für Feststimmung auf dem Platz sorgten die Lustigen Musikanten aus Bohsdorf, die Line Dancer aus Forst und der gemischte Chor aus Cottbus-Saspow unter der Leitung der Dirigentin Peggy Stolpe.
In alten Erinnerungen schwelgten Monika Kliemchen und der aus Klinge stammende Erwin Britze aus Döbern beim Zusammentreffen mit Eveline Natusch, die einst unter dem Mädchennamen Eveline Rautenstrauch mit ihm in der Schule im ehemaligen Schloss die Schulbank drückte. „Das ist wie ein riesiges Klassentreffen“, meinten beide.
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Erstellt am: 11. Juli 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 11. Juli 2011, 09:35 Uhr
Autor: aha1

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