Oktober 1908, wurde in Klein Bohrau Georg Pawlack geboren. Zu Beginn der 30er-Jahre stieg der junge Maurer als Amateur aufs Rad und machte bei Fliegerrennen und im Punktefahren auf sich aufmerksam. Pawlack avancierte zum Publikumsliebling. Ein Angebot des früheren Berufsfahrers Willy Tadewald brachte ihn zu Steherrennen, wo Hermann Schulz sein Schrittmacher und Berater wurde.

Schon bald lehrte der Neueinsteiger Pawlack den „Großen“ das Fürchten. Nach Ablauf der Sportsaison 1932 stand er mit zehn ersten, acht zweiten und zwei dritten Plätzen in der Jahres-Statistik an siebter Stelle der Dauerfahrer. Das Sportjahr 1933 sollte ihm den großen Durchbruch bringen. Sein erster Auslandsstart in Budapest verlief erfolgreich und im international besetzten „Nationalpreis“ auf der Olympia-Bahn Plötzensee konnte er sich in Szene setzen. Beim „Goldenen Rad“ in Forst war er als Drittplazierter der Held des Tages und begeisterte durch seinen Angriffsfreude.

Eine Woche später, am 10. Juni 1933, rutschte er beim „Mitteldeutschen Steherpreis“ in Halle an der Saale auf der noch regenfeuchten Holzbahn und wurde von einer Schrittmachermaschine überrollt.

Nach der Trauerfeier im Innenbereich der Forster Radrennbahn wurde Georg Pawlack auf dem Friedhof in Bohrau bestattet. Das Bild auf seinem Grabstein ist mittlerweile zerstört, die Grabstelle seit längerer Zeit in einem bedauernswerten Zustand. gk