Abrisspläne in Forst verunsichern Mieter am Markt
Wohnungsgesellschaft verspricht jedem Betroffenen eine passende Ersatzwohnung / Infoveranstaltungen ab März
Forst Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) sorgt bei Mietern wegen der geplanten Abrisse von Blocks weiter für Verunsicherung. Mehr als 200 Mieter müssen nach den aktuellen Plänen bis 2016 umziehen. Viele kritisieren fehlende Informationen. Uwe Engelmann, Chef der Forster Wohnungsbaugesellschaft (FWG), beruhigt seine Kunden: Jeder werde eine passende neue Wohnung bekommen.
FWG-Chef Uwe Engelmann beruhigt die Mieter. „Es wird nicht eher abgerissen, bis alle eine neue Wohnung haben“, erklärt er. Dabei sei es selbstverständlich, dass die FWG-Kunden auch angemessenen Ersatz bekommen. Zudem bittet er um Verständnis. Denn erst mit dem Beschluss des Insek im Januar seien Fakten geschaffen worden, so der FWG-Chef. Nun werde mit der Umsetzung der Pläne begonnen. Dazu wird es für das weitere Vorgehen im Februar eine Aufsichtsratssitzung geben. Geplant sind laut Engelmann ab März mehrere Informationsveranstaltungen für die Mieter, in denen dann Details besprochen werden. Der FWG-Chef erklärt zudem, dass alle Betroffenen über grundsätzliche Pläne informiert worden seien.
Das Abrisskonzept sieht folgendes vor. 120 Wohneinheiten (WE) sollen 2012 in der Forster Innenstadt nahe der Stadtkirche fallen. Die Amtsstraße 1 bis 9, 11 bis 11c und Mühlenstraße 2 bis 6 (zusammen 120 WE) wären damit Geschichte.
2013 soll der Block Am Markt 5 bis 7 (36 WE) fallen.
2014 ist die Mühlenstraße 1 bis 11 und Am Haag 35 bis 39 für den Abriss vorgesehen (102 WE).
2015 folgen die Haagstraße 10 bis 14 und 16 bis 22.
Die Pläne für den Rückbau von 2016 bis 2020 gelten unter Vorbehalt. Geplant ist dann nochmals der Abriss von 254 Wohneinheiten.
Der 2016 für den Rückbau vorgesehene Block Mühlenstraße 8 bis 16 soll in die Gestaltung der Grünfläche mit einbezogen werden und erhalten bleiben. Dieser Änderungsantrag der SPD hatte bei den Stadtverordneten eine Mehrheit gefunden. Der Block in dem entstehenden Park böte laut SPD attraktive Wohnungen, wenn Fahrstühle eingebaut werden. Doch so einfach geht das mit der Mühlenstraße nicht, wie Uwe Engelmann erklärt: „Wir halten uns bedeckt.“ Zwar könne der Block zunächst stehen gelassen werden. Doch Investitionen seien nicht so einfach zu haben. „Der Einbau eines Aufzuges kostet 100 000 Euro“, so der Vermieter.
Dazu müssten Kredite aufgenommen werden und die gebe es nur, wenn sich der Leerstand bei der FWG im Rahmen hält. Immerhin plane die FWG bereits für dieses Jahr, 4 Millionen Euro zu investieren. Genau an dieser Stelle verläuft für den FWG-Chef auch eine Linie. „Wir lassen uns nicht vorschreiben, wo wir investieren“, sagt er.
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Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 14:57 Uhr
Autor: Von Jan Selmons

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