Finsterwalde. Entschieden wenden sich Vertreter der Finsterwalder Wohnungsgenossenschaft vom Wohngebiet Am Langen Hacken gegen die Rathauspläne zum «Stadtumbau» . Ziel sei es darin, «den Langen Hacken mittelfristig bis auf vier Wohnblöcke abzureißen» , wie es in einem Offenen Brief an die Stadtverordnetenversammlung heißt – dazu sei die Stadt nicht berechtigt.
25.11.2004
Das Eigentum der Wohnungsgenossenschaft sei bei der Bank als Sicherheit eingetragen. Ein Abriss entsprechend der Empfehlung der Stadt «treibt die Wohnungsgenossenschaft mit Sicherheit in die Insolvenz» , wird festgestellt. Alle Eingriffe in die Besitzverhältnisse der Genossenschaft könnten nur durch einen Beschluss der Vertreterversammlung erfolgen, die Stadt könne nicht über genossenschaftliches Eigentum verfügen. «Das Wohngebiet Am Langen Hacken ist eines der schönsten und attraktivsten Wohngebiete in Finsterwalde. Es wurde nach der Wende mit viel Geld durch die Genossenschaft aufwändig saniert.» Für die Bewohner und Vertreter der Genossenschaft sei es nicht nachvollziehbar, dass ein saniertes Wohngebiet zum Abriss freigegeben werden soll, «obwohl sanierter und preiswerter Wohnraum dringend benötigt wird» , heißt es in dem Brief – und weiter: «Wir werden keine Zustimmung geben, dass die Abrissbirne Wohnungen der Genossenschaft vernichtet» . In dem Brief wird von den Stadtverordneten erwartet, die Stadtumbaukonzepte noch einmal zu überarbeiten. Von der Wohnungsgenossenschaft habe bei der Stadt keiner verlangt, Wohnungen abzureißen – «das zu entscheiden, liege einzig und allein im Ermessen des Unternehmens» , so Bürgermeister Johannes Wohmann in dieser Woche in einem Pressegespräch. In ihren Konzepten hätten die Abgeordneten lediglich Leitlinien für einen längeren Zeitraum festgelegt, wie sich Finsterwalde – angesichts weiter abnehmender Einwohnerzahlen – entwickeln sollte, damit die Stadt als Stadt lebensfähig bleibe. (red/-db-)
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