Finsterwalde Nach Jörg Gampe und Manfred Fröschke bewirbt sich jetzt ein dritter Kandidat um den Sessel des Bürgermeisters, wenn Johannes Wohmann den Ende Januar nächsten Jahres nach seiner dritten Amtsperiode verlassen muss. Dabei hätte er von allen den kürzesten Weg bis zur neuen Amtsstube: Karsten Pinetzki sitzt schließlich schon im Schloss. Der parteilose Finsterwalder wird von der FDP ins Bürgermeisterrennen geschickt.
18.09.2009
Karsten Pinetzki.
Der 44-jährige Diplomingenieur, verheiratet und Vater von zwei Söhnen, ist seit 1993 in der Stadtverwaltung tätig, wo er langsam Karriere machte: vom Sachbearbeiter zum Abteilungsleiter Tiefbau, der inzwischen noch die Leitung der Grünlandpflege und die Aufgaben der Straßenverkehrsbehörde übertragen bekam. Pinetzki ist auch Stellvertreter des Fachbereichsleiters Stadtentwicklung/Bauen – jener Leitungsebene, die gleich nach dem Bürgermeister kommt.
Auf diesem Posten habe er vor allem maßgeblich sämtliche Straßenbauvorhaben der Stadt konzeptionell gestaltet, wie sein Dienstherr Wohmann als Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes ihn lobt. Pinetzki habe gut mit den Landesbehörden und der Kreisverwaltung zusammengearbeitet und wisse, wo die Fördertöpfe stehen.
Während die beiden anderen Bewerber eine „Zeit für Veränderungen“ (Gampe) gekommen sehen und „einen anderen Führungsstil“ (Fröschke) im Rathaus einführen wollen, steht Karsten Pinetzki für Kontinuität und sagt: „Ich will als Bürgermeister auf unserem erfolgreichen Weg weitermachen.“ Nachdem er von der FDP angesprochen worden sei, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, habe er lange nachdenken müssen. „Schließlich gebe ich einen recht sicheren Arbeitsplatz auf und begebe mich in ein Beschussfeld.“ Doch bei den zahlreichen Bauvorhaben habe er auch viel Bürgerkontakt gehabt und wisse mit Kritik umzugehen. „Ich werde auch in Zukunft nicht dem Wunsch jedes einzelnen entsprechen können, es geht mir um die Stadt und das Wohl der Gemeinschaft.“ Von Dieter Babbe
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