Kein Sturm entgeht Andreas Brettin
Freizeitmeteorologe zeichnet in Staupitz seit sieben Jahren das Wetter auf
Staupitz Hitze, Regen, Kälte. Über das Wirken der Naturgewalten gerät in der kleinen Gemeinde Staupitz so schnell nichts ins Vergessen. Zu verdanken ist das dem 45-jährigen Andreas Brettin, dem als Hobbymeteorologe wahrlich kein Sturm im Dorf entgeht.
Sein Interesse am Wetter hatte einst eine praktischen Ursache. Immer wieder gab es im Ort Diskussionen, wie viel Regen denn nun gefallen sei. Für die bäuerlich und gärtnerisch Aktiven im Dorf eine wichtige Größe. Oftmals gab es so unterschiedliche Aussagen, dass sich niemand wirklich darauf verlassen konnte. Andreas Brettin entschloss sich kurzerhand, einen baumarkttypischen Regenmesser zu installieren, sodass er mit präzisen Daten aufwarten konnte.
Wie es im Leben oft ist, Interessen entwickeln sich weiter. Die Technik auch. So stand es für ihn fest, eine richtige Wetterstation musste her.
Im Frühjahr vor fast genau sieben Jahren wurde dann seine erste Wetterstation auf dem Garagendach montiert, gleich neben dem Wohnhaus in seinem Heimatort Staupitz. Nur wenige Tage später ging er mit den aufgezeichneten Daten über Regenmengen, Windgeschwindigkeiten, Luftfeuchte, Temperaturen, Windrichtungen auf seiner eigenen selbst gestalteten Internetseite ins Netz. Anfangs wurden die Daten per Funk an seinen PC geliefert. Aber genauer sei es mit Kabelverbindungen, hörte er. Für einen Techniker kein Problem. Schnell waren die knapp 100 Meter Daten- und Telefonkabel verlegt. Seitdem ist für jeden, den es interessiert, die Wetterstatistik einsehbar.
An Prognosen traut er sich nicht heran. Dafür sind andere zuständig, meinte er scherzhaft, er zeichnet nur auf. Über Vorhersagen habe er einen Hinweis auf seiner Homepage.
Interessant sind für ihn vor allem die vielen Daten. So kann er jedem sagen, dass im Jahr 2005 mit minus 12,4 Grad Celsius die kälteste Temperatur und mit 33,9 Grad Celsius die wärmste Temperatur gemessen wurde. Auch lag die maximale Windgeschwindigkeit in dem Jahr bei 22 Km/h und maximale Regenmenge bei 29 Liter auf den Quadratmeter. Im vergangenen Jahr wurden maximal 41,9 Grad und minimal minus 18,1 Grad Celsius gemessen. Die maximale Regenmenge lag bei 26 Litern pro Quadratmeter.
Seine Messergebnisse scheinen auch für andere äußerst brauchbar zu sein. So gab es per Email Anfragen von BMX-Fans, die in Vorbereitung eines Treffens in der Region von ihm wissen wollten, wie das Wetter an dem Tag in den letzten drei Jahre gewesen war.
Andreas Brettin lebt seit 1976 in Staupitz, ist verheiratet, hat ein erwachsenes Kind und ist seit 1999 Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Dort arbeitet er ehrenamtlich als Maschinist und Gerätewart.
Andreas Brettin hat vor wenigen Tagen seinen Wasseranschluss im Außenbereich seines Grundstückes aktiviert, und hofft, dass es keine strengen Fröste mehr gibt.
Zum Thema:
Wetteraufzeichnungen gab es schon immer. Sicherlich in unterschiedlicher Form. So hat die Natur ihre eigenen Methoden. So können unter anderem anhand von Jahresringen an Bäumen, von Sedimenten aus Seen und Ozeanen, Bohrkernen und vom Aufbau von Tropfsteinen Rückschlüsse auf vergangene Klimaverhältnisse gezogen werden. Auch schriftliche Überlieferungen geben Auskunft über vergangenes Wetter. Die systematische Erfassung meteorologischer Daten, wie wir sie kennen, ist eher eine Sache der Neuzeit.
Wetteraufzeichnungen gab es schon immer. Sicherlich in unterschiedlicher Form. So hat die Natur ihre eigenen Methoden. So können unter anderem anhand von Jahresringen an Bäumen, von Sedimenten aus Seen und Ozeanen, Bohrkernen und vom Aufbau von Tropfsteinen Rückschlüsse auf vergangene Klimaverhältnisse gezogen werden. Auch schriftliche Überlieferungen geben Auskunft über vergangenes Wetter. Die systematische Erfassung meteorologischer Daten, wie wir sie kennen, ist eher eine Sache der Neuzeit.
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Erstellt am: 23. März 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. März 2011, 08:16 Uhr
Autor: Von Dietmar Seidel

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