02. Februar 2012, 00:00 Uhr

Frank Schreiber kocht für Filmstars auf der Berlinale

Finsterwalder Meisterkoch das zweite Mal beim Internationalen Filmfestival Berlinale dabei

Finsterwalde Der Finsterwalder Gourmet-Koch Frank Schreiber darf in diesem Jahr wieder die Stars und Sternchen von Film und Fernsehen bei der Eröffnungsgala der Berlinale in Berlin verwöhnen. Am 9. Februar fährt der Chef vom „Goldenen Hahn“ mit seiner gesamten Küchencrew zum Berlinale Palast am Marlene-Dietrich-Platz. Hier kochen die Finsterwalder im zweiten Stock für 275 Personen.

„Ich habe drei Menü-Vorschläge eingereicht, von denen einer ausgewählt wurde“, erklärt Frank Schreiber. Als Vorspeise serviert er Brandenburger Bobalis-Büffelmozzarella mit Tomatenchutney und Fläminger Gold. Zum Hauptgericht gehört Lausitzer Bachforelle mit Galgant an Karotten-Graupen-Risotto und Aroniabeeren. Als Dessert wird Haselnuss mit Kaffee und Karamell serviert. Das Menü ist eine Mischung regionaler und fremdländischer Produkte.

In jeder der sieben Etagen des Berlinale Palastes laden am Donnerstag nach den Filmpremieren um 22 Uhr renommierte deutsche Sterneköche ein - Frank Schreiber ist neben Alexander Dressel vom Bayrischen Haus in Potsdam der einzige Ostdeutsche, der beim Internationalen Berliner Filmfestival kochen wird. Bereits im vorigen Jahr hat der Finsterwalder seine Festival-Premiere mit Bravour bestanden - wo Schreiber erstmals mit seiner Frau den roten Teppich abschreiten durfte.

Ein Großteil der Arbeit für die lange Filmnacht muss bereits in der heimatlichen Küche des Goldenen Hahn erledigt werden. „Wir müssen hier alles vorbereiten, in Berlin wird dann nur noch angerichtet“, erklärt Frank Schreiber. Neben den Zutaten wird auch die gesamte Technik, wie Heizplatten, Tellerwagen, Aufwärmer mitgenommen werden - nur Gläser, Teller und Besteck sind bereits vor Ort. Frank Schreiber hat Erfahrung mit der Bewirtung vieler Leute - am Lausitzring hat er mal 800 Gäste versorgen müssen.

Mehr als 400 Filme werden bei der 62. Berlinale gezeigt, überwiegend Welt- und Europapremieren. Fast 300 000 verkaufte Eintrittskarten, mehr als 19 000 Fachbesucher aus 115 Ländern, darunter etwa 4000 Journalisten - viele Stars werden erwartet. Von all dem bekommt Frank Schreiber wenig mit. Die drei Zweier-Teams bereiten die Vorspeise, das Hauptgericht und das Dessert vor. Da muss jeder Handgriff sitzen - für die Zubereitung eines Tellers bleiben 30 Sekunden Zeit. Nach mehr als zwei Stunden Stress hat Frank Schreiber im vorigen Jahr doch noch Zeit für ein Gespräch mit einem Promi gefunden - mit Talkshow-Moderatorin Anne Will.

„Die Berlinale wirkt nach“, sagt Schreiber aus Erfahrung des vorigen Jahres. „Es kommen viele zu uns, die das Festival-Menü probieren wollen. Wir werden es auch diesmal nach der Berlinale im Goldenen Hahn anbieten.“

Der 37-jährige Frank Schreiber sieht in diesem Jahr einem Jubiläum entgegen. Am 1. Juli ist der Meisterkoch 15 Jahre im „Goldenen Hahn“ tätig, den er von seinen Eltern übernommen hat und die wiederum von ihren Eltern. Aus diesem Anlass wollen Schreibers zu einem Hoffest einladen, bei dem es typisch preußisch zugehen soll. „Wir wollen servieren, was Kaiser Wilhelm und der Alte Fritz gern gegessen haben“, kündigt Frank Schreiber an. Dazu gibt es Musik von der Querflöte. Der Finsterwalder Ordnungsamtler Frank Stellmach, der in seiner Freizeit leidenschaftlich gern kocht und schon zweimal an der ZDF-Kochshow „Küchenschlacht“ teilgenommen hat, wird als Friedrich der Große auftreten.
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Erstellt am: 02. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. Februar 2012, 10:40 Uhr
Autor: Von Dieter Babbe

Von Dieter Babbe

Jüngste Kommentare (1)

Vorstellung mit Starbesetzung

von peterpavlik

Der berühmte "Schuhputzer von der Rathaustreppe" darf wieder mal den ganz Großen, den Alten Fritz bei Schreibers Fritzen spielen, eine Rolle, wie ihm auf den Leib geschnitten.

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